powered by Motorsport.com

Bernie Ecclestone verrät: Marussia-Preisgeld wird aufgeteilt

Da Marussia nicht an der Saison 2015 teilnehmen kann, wird das Preisgeld, das ihnen eigentlich noch zugestanden hätte, unter allen anderen Teams aufgeteilt werden

(Motorsport-Total.com) - Eigentlich hätte Marussia für den neunten WM-Platz im vergangenen Jahr ein Preisgeld in Höhe von rund 45 Millionen Euro zugestanden. Da das insolvente Team in der Formel-1-Saison 2015 allerdings nicht an den Start gehen kann, wird auch das Preisgeld nicht ausgezahlt werden. "Das Geld, das ihnen zugestanden hätte, wird nun zwischen den anderen Teams aufgeteilt", verrät Formel-1-Boss Bernie Ecclestone gegenüber 'The Independent'.

Bernie Ecclestone

Bernie Ecclestone sieht keine Hoffnung mehr für das angeschlagene Marrusia-Team Zoom

Des einen Leid ist somit des anderen Freud, denn gerade die kleinen Teams wie Lotus, Sauber und Force India sind wohl aber jeden zusätzlichen Euro dankbar. Ursprünglich hatte Marussia geplant, beim Saisonauftakt in Melbourne mit einer überarbeiteten Version des 2014er-Autos an den Start zu gehen. "Sie wollten mit dem Auto aus dem vergangenen Jahr teilnehmen, aber das wurde nicht akzeptiert. Alle Teams hätten zustimmen müssen, aber drei oder vier haben das nicht", erklärt Ecclestone.

Der 84-Jährige widerspricht damit Gerüchten, dass der Plan lediglich am Veto von Force India gescheitert sei. Laut Ecclestone sprachen sich auch einige der großen Teams gegen Marussias Vorhaben aus: "Vielleicht hätten die anderen Teams auch gerne das alte Auto eingesetzt. Das Problem ist, dass man nicht für ein Team eine Ausnahme machen kann. Man muss es dann für alle machen."

Da Marussia und Caterham beim Saisonauftakt in Melbourne nicht dabei sein werden, wird die Formel 1 mit maximal neun Teams beziehungsweise 18 Autos in die neue Saison starten. Vielleicht helfen die zusätzlichen Marussia-Millionen ja immerhin den anderen kleinen Teams dabei, die Saison 2015 zu absolvieren.