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  • 07.08.2001 · 10:53

  • von Fabian Hust

Minardi-Team entwickelt eigenen Motor

Erhält das Minardi-Team im kommenden Jahr keinen konkurrenzfähigen Motor, könnte man mit einer Eigenentwicklung starten

(Motorsport-Total.com) - European-Minardi-Teamchef Paul Stoddart überlässt nichts dem Zufall, denn ab der kommenden Saison möchte er den alten Ford-Motor aus dem Jahre 1998 durch ein deutlich konkurrenzfähigeres Aggregat ersetzen. Wie der Australier dem 'Autosport'-Magazin erklärte, stehen zwei Motoren ganz oben auf seiner Favoritenliste: "Die ideale Situation wäre ein Werksmotor, der entweder als Drittanbieter von Cosworth oder Ferrari kommt. Einer von diesen Motoren wäre meine erste Wahl."

Paul Stoddart (Minardi-Teamchef)

Paul Stoddart sucht einen konkurrenzfähigen Motor für sein Team

Ob Cosworth neben Jaguar und Arrows ein weiteres Team mit Motoren ausstattet, ist unsicher. Niki Lauda möchte keinem Team einen älteren Motor anbieten sondern wird Arrows mit dem gleichen Motor wie Jaguar ausstatten, was der Österreicher dann auch bei Minardi tun würde. Dies könnte aber zu Engpässen führen, die sich dann auch negativ auf die Entwicklung des Motors auswirken könnten.

Ob Stoddart den Ferrari-Motor erhält, steht momentan ebenfalls noch in den Sternen. Ferrari dürfte neben Sauber und Prost mit Sicherheit kein drittes Kundenteam mehr ausstatten. Es wird also davon abhängen, ob Alain Prost sein Team finanziell wieder ausreichend stabilisieren kann, um den Vertrag mit den Italienern zu verlängern. Muss er kündigen, dürfte Ferrari stark daran interessiert sein, Minardi auszustatten.

Eine ebenfalls kursierende Motorenvariante, das Aggregat von Asiatech, kommt für Stoddart nicht in Frage, denn Ferrari und Cosworth seien besser: "Sie versprechen deutlich mehr." Laut Stoddart wisse Asiatech zwar, wo man hin muss, um konkurrenzfähig zu sein, aber er möchte die Asiaten auf diesem Weg nicht begleiten. Bisher hat Asiatech nach der Trennung von Arrows für das kommende Jahr noch keinen Partner.

Sollten alle Stricke reißen, wird Paul Stoddart einen eigenen Motor aus dem Hut zaubern, wie er überraschend verriet: "Wir arbeiten an unserem eigenen Entwicklungsprogramm, denn wir sind nicht so dumm, Minardi in dem altbekannten Problem zu belassen, nicht zu wissen, welchen Motor man verwendet. Vielleicht schaffen wir es nicht mehr rechtzeitig, aber wir machen Fortschritte. Wir würden einen 800-PS-Motor haben, der uns am Ende des Tages sogar vor einige der Motoren bringen würde, die wir in Betracht ziehen."

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