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McLaren-Vorstand stellt klar: "Teure" Scheidung von Honda nicht bereut

McLaren-Teilhaber, Scheich Hamad aus Bahrain, erklärt, warum es zur Trennung mit Motorenpartner Honda kam und warum er die Scheidung nicht bereut

(Motorsport-Total.com) - Nach drei desaströsen Jahren zog das McLaren-Team in der Saison 2017 die Reißleine und trennte sich von Motorenhersteller Honda. Der Traditionsrennstall wechselte als Kundenteam zu Renault, was den Briten kolportierte 100 Millionen Dollar (knapp 88 Millionen Euro) gekostet hat. Doch trotz der finanziellen Einbußen und McLarens Schwäche auch in diesem Jahr ist die Führung des Teams davon überzeugt, dass die Trennung der richtige Schritt war.

Lando Norris

McLaren hat 2017 Rot gesehen und sich von Honda getrennt Zoom

Keine billigen Motoren und finanzielle Unterstützung durch Honda mehr, Mehrkosten für Renault-Antriebsstränge, Schwächen in der Organisation und der stetige Fortschritt der Japaner mit Partner Toro Rosso - alles Faktoren, die McLaren in der Saison 2018 nicht gerade schmeichelten. Nichtsdestotrotz betont McLaren-Vorstand Scheich Hamad bin Isa Al Chalifa, dass es keine Reue im Team gäbe.

Das Mitglied der Königsfamilie, der den bahrainischen Investmentfond Mumtalakat repräsentiert, erklärte, wie die Lage im Team nach dem Honda-Debakel und dem enttäuschenden Jahr mit Renault-Antrieb - nur WM-Rang sechs - ausfällt: "Auf der einen Seite frustriert, auf der anderen haben wir uns [zu diesem Projekt] verpflichtet." Nachdem klar gewesen war, worauf man hinsteuere, musste ein Wandel herbeigeführt werden.

"Die Beziehung hat nicht funktioniert"

Der Ex-Partner wurde dabei nicht mit Samthandschuhen angefasst, dennoch bemüht sich Scheich Hamad um Versöhnung: "Wir haben großen Respekt vor Honda, aber die Beziehung hat nicht funktioniert, daher hatten wir eine lebhafte Diskussion - und haben uns schließlich für die Trennung entschieden." Anstatt an die Erfolgsjahre mit Alain Prost und Ayrton Senna Ende der 1980er-Jahre anzuknüpfen, versanken Fernando Alonso, Jenson Button und Stoffel Vandoorne mehr und mehr in der Bedeutungslosigkeit.


Fotostrecke: Honda-Meilensteine in der Formel 1

Die Trennung sei eine "teure Entscheidung" für McLaren gewesen, allerdings sei diese im langfristigen Interesse der Firma getroffen worden. "Daher bereuen wir die Entscheidung nicht", hält der McLaren-Vorstand fest. Scheich Hamad hat auch zugegeben, dass er nun deutlich mehr involviert sei in das Team als noch zuvor. Er könne verstehen, dass es keine schnellen Lösungen für die Probleme gäbe und sei daher geduldig.

"Ich bin seit 2000 im Formel-1-Fahrerlager und wir sind seit 2007 Teilhaber. Die Leute sagen: Du sollst dich verändern oder das machen. Aber ich bin lange genug hier, um zu verstehen, dass man keine Schnellschüsse wagen sollte." Er setzt lieber auf einen stetigen Schritt vorwärts. Auch die Rolle des Managements sei ihm sehr wichtig. "Wir stellen die Ressourcen zur Verfügung. Und wir haben immer gesagt: Sagt uns, was ihr braucht und wir werden das unterstützen."

Gute Zusammenarbeit mit den Bahrainis

Er ist überzeugt davon, dass McLaren auch diese Krise überwinden werde. "Es ist so frustrierend, immerhin sind wir im Herzen alle Racer, aber man muss sich einfach durchkämpfen." McLaren-Geschäftsführer Zak Brown begrüßt das starke Engagement von Scheich Hamad. Brown erklärt, er bevorzuge es, einen engen Kontakt zu seinem Vorsitzenden zu haben.

"Die Bahrainis sind bereits sehr lange in diesen Sport involviert, daher schätze ich ihren Input auch sehr. Wir wollen ihren Beitrag und ihren Einfluss. Das ist daher eine sehr gute Zusammenarbeit", lobt Brown seinen Partner.

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