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McLaren-Boss Zak Brown: Kein Fan eines Budgetlimit-Stufenmodells

Warum McLaren-Boss Zak Brown die Budgetobergrenze von 150 Millionen US-Dollar am liebsten sofort einführen würde und welche Rolle dabei das Eigeninteresse spielt

(Motorsport-Total.com) - Die Formel-1-Teams versuchen derzeit in zahlreichen Meetings in Hinblick auf die künftige Budgetobergrenze auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. Während manche den ab 2021 geplanten Stufenplan kippen wollen, würde McLaren am liebsten sofort einen harten Schnitt machen. "Ich würde mir wünschen, dass 2021 gleich die komplette Budgetobergrenze kommt anstatt des Stufenmodells von 2021 bis 2023", stellt McLaren-Boss Zak Brown klar.

Zak Brown, Chase Carey

Budgetlimit: McLaren-Boss Zak Brown unterstützt Formel-1-Chef Chase Carey Zoom

Derzeit ist vorgesehen, dass die Budgetobergrenze nach einem Überprüfungsjahr ab 2021 in drei Stufen kommt: Von 200 Millionen US-Dollar will man die jährlichen Budgets pro Team zunächst auf 175 Millionen senken, ehe man das Ziel 150 Millionen erreicht hat.

"Ich bin ein großer Unterstützer, was auch für eine veränderte Einnahmenverteilung gilt", fordert Brown auch, dass die TV-Gelder gleichmäßiger an die Teams vergeben werden. All das würde "nicht nur McLaren, sondern auch andere Teams wieder konkurrenzfähig machen", gibt er offen zu, dass auch Eigeninteressen bei seiner Meinung eine Rolle spielen.

Vor einem Jahrzehnt, als McLaren um WM-Titel kämpfte, wären derartige Aussagen unvorstellbar gewesen. Wie rasch sich die Meinung ändern kann, zeigt auch Red Bull. Während McLaren seit Anfang des Jahres 2018 für die Antriebseinheiten von Renault bezahlen muss, kommt die Truppe aus Milton Keynes ab 2019 in den Genuss der Honda-Gelder und hat damit wieder Werksstatus.

Die Freude über eine Budgetobergrenze hält sich daher bei Christian Horner in Grenzen. Währenddessen wirbt Brown weiter für die Sparmaßnahmen: "Wenn acht von zehn Teams anstatt von nur zwei Rennställen gewinnen könnten, dann würden wir den Fans eine bessere Show bieten. All das wäre gesünder für den Sport, für unsere Partner, für das Fernsehen. Es gäbe also nur Gewinner."

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