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McLaren: Licht und Schatten in der Nacht von Singapur

Jenson Button fuhr im Nachtrennen von Singapur als Zweiter auf das Treppchen, doch Lewis Hamilton verpasste den Sieg durch einen Defekt

(Motorsport-Total.com) - Es sah nach einem Spaziergang für Lewis Hamilton aus, doch urplötzlich wurde der McLaren-Pilot tatsächlich zu einem Fußgänger. Hamilton musste seinen Rennwagen kurz nach dem ersten Drittel des Großen Preises von Singapur mit einem defekten Getriebe abstellen. Die Führung im Rennen war futsch, ebenso wichtige Punkte. Sein Teamkollege Jenson Button rettete McLaren aber den Tag.

Lewis Hamilton

Lewis Hamilton führte das Rennen am Anfang an, schied aber vorzeitig aus Zoom

Der Weltmeister von 2009 klassierte sich hinter Sieger Sebastian Vettel (Red Bull) auf dem zweiten Platz und bescherte seinem Team immerhin 18 Punkte. Insgeheim hatte er sich aber mehr erhofft. "Während des ersten Stints glaubte ich, eine Siegchance zu haben. Ich konnte nämlich viel länger draußen bleiben als die Autos um mich herum", berichtet Button nach dem Formel-1-Nachtrennen.

Diese Rechnung ging aber nicht auf: "Danach schienen sie auf den weichen Reifen nicht so sehr in Probleme zu geraten. Mein Vorteil verflüchtigte sich dann alsbald. Ich hatte einen guten zweiten Stint, doch auf den weichen Pneus fühlte es sich nicht ganz so gut für mich an. In den letzten zehn Runden hatte ich dann keine gute Balance mehr", meint der Brite und zeigt sich zufrieden mit Platz zwei.


Fotos: McLaren, Großer Preis von Singapur


"Es ist schön, wieder auf dem Treppchen zu stehen. Wenn ich die verbleibenden Rennen allesamt auf den Rängen eins oder zwei beschließen könnte, dann wäre das einfach perfekt. Ich habe noch eine kleine Chance auf den Sieg in der Fahrerwertung, doch im Augenblick genieße ich einfach nur das Rennfahren. In Suzuka sollten wir wieder konkurrenzfähig sein. Als Team leisten wir gute Arbeit."

"Es ist aber natürlich enttäuschend, dass es am Auto von Lewis einen Defekt gab", gesteht Button und fügt hinzu: "Das müssen wir in den Griff kriegen. Vor allem, weil wir in allen anderen Bereichen wirklich gut aufgestellt sind. Wenn wir die Probleme mit der Zuverlässigkeit lösen können, dann haben wir sicherlich eine gute Chance, in den verbleibenden sechs Rennen um den Sieg zu kämpfen."

Hamilton ist bitter enttäuscht

Genau so, wie es Hamilton schon in Singapur tat. Der Weltmeister von 2008 zeigt sich geknickt: "Es bricht mir schier das Herz, dass wir dieses Rennen nicht beenden konnten. Wir hatten an diesem Wochenende ganz klar die Geschwindigkeit, um zu siegen. Bevor ich ausschied, fuhr ich schon ganz lässig und kontrollierte lediglich den Abstand zu Seb", sagt Hamilton nach seinem dritten Ausfall.


Dieser deutete sich im Rennen allmählich an: "Erst stellten sich gewisse Schwierigkeiten beim Schalten ein. Ich verlor den dritten Gang, dann landete ich plötzlich im Leerlauf", erklärt Hamilton und merkt an: "Ich bin natürlich enttäuscht, doch das Gute, was wir von diesem Wochenende mitnehmen, ist, dass wir eine gutes Tempo haben. Daher können wir in den nächsten Rennen richtig attackieren."

"Es wird allerdings schwierig, die Lücke zu den Jungs um Fernando und Sebastian zuzufahren", meint Hamilton angesichts eines Rückstands von 45 Punkten auf Alonso und 16 Punkten auf Vettel. "Vor allem, wenn sie Rennen für Rennen ins Ziel kommen. Ich gebe aber niemals auf. Es stehen noch sechs Rennen aus und ich muss alle sechs gewinnen. Ich werde bis zum Schluss kämpfen."

McLaren zeigt sich kämpferisch

Darauf hofft auch McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh. Ganz besonders nach dem bitteren Aus seines Piloten in Singapur. "Lewis schien schon auf ein perfektes Wochenende zuzusteuern. Er hatte das Tempo und war konstant schnell unterwegs. Doch dann trat in Runde 23 ein Getriebedefekt auf, der all dies zunichte machte. Es war eine große Enttäuschung für uns alle bei McLaren", meint er.


"Die 25 fast sicher geglaubten Punkte glitten ihm noch durch die Finger. Wie die vielen TV-Zuschauer rund um die Welt aber anhand der Interviews nach dem Rennen gesehen haben, ist Lewis ein Kämpfer und gibt nicht auf. Auch wir werden nicht aufgeben", erklärt Whitmarsh in Singapur. "Es sind schließlich noch sechs Grands Prix zu fahren. Es sind pro Fahrer also noch 150 Punkte zu holen."

"Und es gibt keinen Zweifel daran, dass es Lewis darauf abgesehen hat, möglichst nahe an diese 150-Punkte-Marke heranzukommen. In der Herstellerwertung befinden wir uns weiterhin auf der Verfolgung. Die 18 Punkte, die Jensons gute Fahrt zum zweiten Platz dazu beisteuert, sind uns da natürlich eine Hilfe", sagt Whitmarsh und merkt an: "Wir machen weiter Druck. Suzuka kann kommen."

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