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  • 06.11.2014 · 15:57

  • von Dominik Sharaf

Massa gratuliert Nasr: "Sonst wäre es schwierg geworden"

Die brasilianische Formel-1-Beteiligung wächst 2015 um 100 Prozent, was der Williams-Pilot zum Anlass nimmt, weitere Grand-Prix-Siege anzupeilen

(Motorsport-Total.com) - Einst waren die Brasilianer aus der Formel 1 nicht wegzudenken. Im Winter allerdings drohte der Rennfahrernation, ein Jahr ohne einen Piloten in der Königsklasse durchstehen zu müssen. Felipe Massa rettete die Ehre und fand sein Cockpit bei Williams. 2015 es geht weiter bergauf: Mit der Verpflichtung Felipe Nasrs bei Sauber kommt ein Landsmann ins Starterfeld. Und daran ist der Routinier selbst nicht unschuldig, schließlich nahm er den bisherigen Testpiloten in Grove unter seine Fittiche.

Felipe Massa, Felipe Nasr

Felipe Massa und Felipe Nasr teilten bisher nicht nur den Vornamen, auch das Team Zoom

Massa gratuliert dem 22-Jährigen: "Es freut mich für ihn, dass er seine Chance erhält. Ich bin sehr nahe an ihm dran gewesen und wir haben die ganze Saison über eng zusammengearbeitet", berichtet er über die Zeit Nasrs in zweiter Williams-Reihe an der Seite von Susie Wolff. Für Massa ist klar, dass der Mann aus Brasilia die Chancen nutzen musste, schließlich wollen die Teamchefs in den Nachwuchsklassen Piloten sehen, die auf Anhieb Leistung bringen: "Es war seine dritte Saison in der GP2, also war es an der Zeit."

Massa unterstreicht: "Sonst wäre es schwierig geworden." Sein Land wartet seit seinem eigenen Erfolg in Sao Paulo in der Saison 2008, darauf, wieder einen Grand-Prix-Sieger zu bejubeln. Jetzt ist Nasrs Mithilfe gefragt: "Für Brasilien ist es großartig, einen weiteren Fahrer zu haben. Hoffentlich können wir mit zwei Piloten die Flagge nach oben verfrachten."

Daran, dass dieses Unterfangen mit seinem Ex-Team aus der Schweiz gelingt, hat Massa aber leise Zweifel. "Sauber ist im Moment nicht am Zenit und ich weiß nicht, wie es nächstes Jahr aussehen wird", deutet Massa vor dem Hintergrund der sportlichen Misere in Hinwil und des allgemeinen Finanzdebakels an. "Sie haben eine kleine Krise und das für nichts gut, was man unternimmt", weiß der 33-Jährige, bleibt aber zuversichtlich: "Ich drücke ihm die Daumen für einen guten Start und eine lange Zeit in der Formel 1 - nicht nur ein paar Jahre."