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Marussia: 50 Millionen Investment, McLaren-Junior als Fahrer?

Dank Investor Stephen Fitzpatrick, der 50 Millionen Euro in den Rennstall investiert, hofft Marussia, unter bisherigem Namen in Melbourne am Start zu sein (Update)

(Motorsport-Total.com) - Totgesagte leben länger, heißt es. Im Falle von Manor/Marussia scheint dieser Spruch nun tatsächlich seine Wahrheit zu finden. Nach einem harten Winter sprang der insolvente Rennstall dem endgültigen Aus noch einmal knapp von der Schippe und befindet sich nach Informationen von 'Motorsport-Total.com' auf gutem Weg, es tatsächlich bis nach Australien zu schaffen.

Marussia Logo

Investor Stephen Fitzpatrick sorgt bei Marussia weiter für Hoffnung Zoom

Möglich machen soll das vor allem ein Mann: Stephen Fitzpatrick. Der nordirische Selfmademan soll rund 50 Millionen Euro in das Team investieren, das wieder unter dem Originalnamen Marussia an den Start gehen soll. Der 37-Jährige ist Gründer der Energiefirma Ovo Energy und soll eine ausgeprägte Leidenschaft für die Formel 1 besitzen.

Medienberichten zufolge wollte Fitzpatrick ursprünglich in die Formel E einsteigen, doch als Marussia Ende vergangenen Jahres in die Insolvenz ging, sah der Nordire seine Chance gekommen, mit der Formel 1 in Kontakt zu treten. Er verhandelte mit den beiden größten Gläubigern des Teams, Ferrari und McLaren, und sicherte dem Team dadurch die weitere Unterstützung der beiden Rennställe.

Als zweiter Pilot an der Seite des bereits bestätigten Will Stevens könnte laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' einer der beiden McLaren-Junioren eingesetzt werden. Stoffel Vandoorne gilt als Favorit auf das Cockpit, theoretisch könnte aber auch Kevin Magnussen zum Zug kommen. Für McLaren wäre das eine Gegenleitung, weil noch Rechnungen aus der Vergangenheit offen sind.

Kevin Magnussen

Kevin Magnussen könnte das McLaren-Cockpit gegen einen Marussia tauschen Zoom

Dazu muss es das Team allerdings erst einmal nach Australien schaffen. Ein erster Versuch, mit dem Vorjahreswagen anzutreten, wurde mit einem Veto von der Strategiegruppe zerschlagen, daher muss Marussia die Boliden nun auf den Stand von 2015 bringen. Die Arbeiten daran sollen bereits abgeschlossen und der notwendige Crashtest für kommenden Dienstag angesetzt worden sein.

Sollte das Auto beim FIA-Scrutineering vor Ort nicht abgenommen werden, könnte man trotzdem als gemeldet gelten, sofern die Autos zu den Rennen verschifft werden und dort anwesend sind - wichtig für etwaige Ansprüche auf das FOM-Geld, von dem Marussia zumindest auf Basis der Ergebnisse von 2014 mehr als 40 Millionen US-Dollar zustehen. Ob dieser Anspruch durch das Insolvenzverfahren verwirkt wurde, müssen die Juristen klären.

Zumindest eine formelle Hürde auf dem Weg nach Australien ist bereits genommen: Auf dem aktuellen Entwurf der FIA-Nennliste, so wird 'Motorsport-Total.com' von einer teaminternen Quelle bestätigt, taucht das Team als "Manor Marussia F1 Team" auf, mit Marussia-Chassis und Ferrari-Motor. Genannt wurde von "Manor Grand Prix Holdings Limited". Der einzige fest nominierte Fahrer ist zu diesem Zeitpunkt Will Stevens.

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