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"Man darf den Sport nicht komplett sterilisieren"

Adrian Sutil denkt über ein neues Rennwochenend-Format nach und glaubt genau wie Nico Hülkenberg nicht, dass sich Imola 1994 wiederholen kann

(Motorsport-Total.com) - Nico Hülkenberg und Adrian Sutil glauben nicht, dass sich eine Tragödie wie vor 20 Jahren in Imola (Tod von Ayrton Senna und Roland Ratzenberger) heute noch einmal ereignen könnte. Zwar dürfe man das Restrisiko in der Formel 1 nicht auf die leichte Schulter nehmen, aber die Sicherheitsstandards seien heute ganz andere als damals. Deshalb fühlen sich die beiden in ihrer Haut auch relativ sicher.

Adrian Sutil, Nico Hülkenberg

Adrian Sutil und Nico Hülkenberg fühlen sich in der modernen Formel 1 recht sicher Zoom

"Es kann in einer anderen Form wieder passieren, wenn es wirklich einen blöden Zufall gibt oder wenn es ganz dumm läuft und man falsch fällt. Aber so, wie das damals passiert ist, wird man das heute nicht mehr vorfinden", glaubt Hülkenberg. Auch Sutil hält eine Wiederholung der Vorfälle von Imola 1994 zumindest "im Moment" für ausgeschlossen: "Ich denke, die Sicherheit hat sich enorm verbessert."

"Es ist immer noch ein gefährlicher Sport und es kann immer noch alles passieren, wenn man Pech hat. Aber das Risiko ist sehr gering", unterstreicht der Sauber-Pilot, der 1994 gerade mal elf Jahre alt war. "Wir machen einen guten Job und wir haben seit vielen Jahren niemanden mehr verloren." Daher steht für ihn fest: "Die Formel 1 ist vom Sicherheitsstandpunkt her führend."

Hülkenberg nickt: "Im Motorsport gibt es immer ein Restrisiko, man kann es nicht immer 100 Prozent klinisch beseitigen und die ganzen Risiken beiseite schaffen." Das sei auch gut so: "Ich glaube, ein wenig Restrisiko muss im Motorsport auch noch da bleiben. Das muss jedem bewusst sein, der Motorsport macht. Man darf den Sport nicht komplett sterilisieren!"


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Aber durchaus verändern, um ihn attraktiver zu machen - Stichwort Sound-Architektur, Stichwort Action auf der Rennstrecke. Sutil wünscht sich zum Beispiel mehr Reifen, damit er als Fahrer nicht mehr damit haushalten muss, und könnte sich auch radikale Veränderungen des Wochenend-Ablaufs vorstellen. Seiner Meinung nach wäre zum Beispiel ein neues Rennformat wünschenswert.

"Ich wäre glücklich, wenn wir Sprintrennen hätten, vielleicht zwei pro Woche, und dann ein langes Ausdauerrennen - und nicht immer dieselbe Struktur", schlägt er vor. "Dann hätte ich gerne ein einstündiges Qualifying, bei dem auch der Schnellste am Ende vorne ist. Ich hätte gerne ein wenig Variabilität, damit es nicht zu langweilig wird. Das wäre eine Idee."

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