powered by Motorsport.com

Alonso und Räikkönen gedenken Senna in Imola

Die Ferrari-Piloten Fernando Alonso und Kimi Räikkönen nahmen an der Gedenkfeier für Ayrton Senna und Roland Ratzenberger in Imola teil

(Motorsport-Total.com) - Bei strahlendem Sonnenschein pilgerten am Donnerstag zahlreiche Motorsportfans zu der Rennstrecke Autodromo Enzo e Dino Ferrari im italienischen Imola, um dem Auftakt der viertägigen Gedenkfeierlichkeiten anlässlich des 20. Todestages von Formel-1-Legende Ayrton Senna, sowie des österreichischen Fahrers Roland Ratzenberger, beizuwohnen. Unter ihnen befanden sich auch die beiden aktuellen Formel-1-Piloten Fernando Alonso und Kimi Räikkönen, die stellvertretend für ihr Team Ferrari der Verstorbenen gedachten.

Kimi Räikkönen, Fernando Alonso

Kimi Räikkönen und Fernando Alonso waren bei der Senna-Gedenkfeier persönlich da Zoom

Gemeinsam mit den Kollegen Jules Bianchi und Pedro de la Rosa folgten Alonso und Räikkönen dabei einem Gedenk-Marsch von der Boxengasse der Strecke bis zu der Tamburello-Kurve, in der Senna am 1. Mai 1994 während des Grand Prix von San Marino tödlich verunglückte. Um exakt 14:17 Uhr, dem genauen Zeitpunkt des Unfalls, fand dort eine Schweigeminute statt.

Beide Ferrari-Piloten zeigten sich vor Ort sichtlich berührt: "Ich kann mich an Zeitungsartikel und Fernsehberichte erinnern, in denen von dem Duell der beiden McLaren-Fahrer Alain Prost und Ayrton Senna berichtet wurde", erinnert sich Alonso aus seiner Kindheit. "Er hatte die Nummer eins auf seinem Auto, und ich musste beim Kartfahren immer an ihn denken, an seinen gelben Helm und daran, dass er immer gewann."

Alonso: "Das Erbe von Senna und Ratzenberger bleibt"

Seither wurde Senna zum Vorbild für seine eigene Motorsport-Karriere: "Als ich in Italien Kart gefahren bin, hatte ich einen Mechaniker in meinem Team, der in dieser Kategorie schon mit Senna gearbeitet hatte. Man kann sich vorstellen, was das für eine Bedeutung für mich hatte. Ich hatte auch ein Poster von ihm in meinem Zimmer."

Dem Spanier war es ein persönliches Anliegen, an der Veranstaltung zu Ehren der Verstorbenen teilzunehmen. "Das einzig Positive, was wir aus diesem Wochenende, das uns Ayrton und Roland genommen hat, ziehen können, ist, dass sich die Sicherheitsvorkehrungen in der Formel 1 seither immens verbessert haben", sagt er. "Man kann sagen, dass etwas von dem Erbe von Senna und Ratzenberger in unseren Autos steckt, denn nach diesem schrecklichen Jahr 1994 hat sich einiges geändert."


Senna-Fans und Ferrari-Piloten bei Gedenkfeier

Auch Teamkollege Räikkönen hat seine eigenen Erinnerungen an die dramatischen Ereignisse vor 20 Jahren: "Ich war noch sehr jung. Ich habe den Unfall im Fernsehen gesehen und erinnere mich daran, wie wir am nächsten Tag in der Schule darüber gesprochen haben."

Dem Finnen ist die Bedeutung, die der dreimalige Weltmeister noch heute für den Motorsport hat, bewusst: "Senna war sehr wichtig für die Formel 1, als Fahrer genauso wie als Mensch. Sein Tod führte dazu, dass die Bemühungen um eine schnelle Verbesserung des Sicherheits-Levels vorangetrieben wurden. Das hat uns vor weiteren Tragödien bewahrt. Leider kann man nicht ändern, was Ayrton oder Roland passiert ist. Wir können nur die Heldentaten eines Weltmeisters in Erinnerung behalten, die die Formel 1 für eine lange Zeit geprägt haben."