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  • 12.03.2008 · 09:36

  • von Stefan Ziegler

Mahr: Formel 1 verkraftet Schumacher-Rücktritt

Hans Mahr wird die Saison 2008 mit großem Interesse verfolgen und drückt den deutschen Piloten die Daumen für tolle Platzierungen

(Motorsport-Total.com) - Als Chefredakteur bei 'RTL' oder später als Manager von Ralf Schumacher ist Hans Mahr vielen Motorsportfans ein Begriff. In diesem Jahr schaut er sich die Formel 1 mit großer Begeisterung an, ohne unmittelbar am Vollgasgeschehen beteiligt zu sein, und freut sich über einige spannende Momente. Sehr gut vorstellen kann sich Mahr außerdem einen Grand Prix in den Straßen der deutschen Hauptstadt Berlin.

Hans Mahr; Ralf Schumacher

Es war einmal: Hans Mahr als Manager von Ralf Schumacher

"Mit ganz hohem Interesse" wird der Österreicher am Geschehen in Melbourne dranbleiben und sich die Berichterstattung zum ersten Rennen des Jahres nicht entgehen lassen. Denn er glaubt nach wie vor, "dass es neben dem Fußball nur eine andere Fernsehsportart gibt, und das ist die Formel 1." Spionagegeschichten wird es laut Mahr 2008 keine mehr geben, diese seien "mehr oder minder ausgestanden", wie er dem 'Tagesspiegel' verriet.#w1#

Den meisten Prognosen zufolge werden sich in diesem Jahr wieder einmal Ferrari und McLaren-Mercedes um die Titel balgen. Mahr sieht diese Entwicklung durchaus positiv: "Den Sendern kann gar nichts Besseres passieren, als wenn einige besonders starke Fahrer um die WM kämpfen. Jede Zuspitzung ist gut, jedes Duell, jede Spannung ist gut", sagte der 58-Jährige. Für noch mehr Nervenkitzel könnten allerdings weitere Stadtrennen sorgen, und auch dieser Idee steht Mahr aufgeschlossen gegenüber.

"Für Berlin wäre das eine wahnsinnige Werbung." Hans Mahr

"Ein Stadtrennen in Berlin wäre das Größte, was man für den Motorsport in Deutschland machen könnte. Da würden sicher 150.000 bis 200.000 Leute dabei sein. Für Berlin wäre das eine wahnsinnige Werbung. Es gibt keine Sportart, die weltweit so gesehen wird. Es gibt also gute Gründe, das mal wieder zu prüfen", erklärte Mahr und fügte an, sich der allgemeinen Bedenken bewusst zu sein. Ein solches Rennen sei ökologisch fragwürdig, aber man müsse so ein Thema immer in Relation sehen.

Mahr äußerte sich im Übrigen als Freund der Formel 1 ohne Traktionskontrolle, denn "es kommt somit mehr auf den Fahrer und weniger auf den Computer an. Es muss nicht jedes Team jede technische Entwicklung mit Millionenaufwand selbst voranbringen", so der ehemalige Manager von Ralf Schumacher weiter. "Sicherlich wäre es sehr erfreulich, wenn es mehr Überholmanöver gäbe. Aber das liegt ja nicht nur an den Autos, sondern auch an den Kursen." Denn auf einer Strecke wie Monaco seien die Überholmöglichkeiten natürlich eingeschränkt.

Für die deutschen Fans sei es allerdings ebenfalls wichtig, möglichst viele Landsmänner im Formel-1-Zirkus zu haben: "Je mehr deutsche Fahrer, desto besser für das deutsche Publikum. Auch wenn vermutlich neben Nick Heidfeld von den deutschen Fahrern nur Nico Rosberg eine Chance haben wird, ganz vorn dabei zu sein. Dennoch wird es möglicherweise der eine oder andere schaffen, sich durch eine gute Leistung auch in den schwächeren Autos für ein stärkeres Auto zu empfehlen."

Ein ganz großer Rennsportname bleibt dabei allerdings erst einmal außen vor, denn 2008 ist erstmals seit vielen Jahren kein Schumacher mehr am Start. "Die Formel 1 hat alles überlebt. Sie hat den furchtbaren Tod von Ayrton Senna im Jahr 1994 überlebt, sie hat das Ausscheiden von Michael Schumacher überlebt und wird nun auch das von Ralf überleben", erläuterte Mahr abschließend. "Die Formel 1 ist stärker als ihre Fahrer und sie ist sogar stärker als jede Automarke. Mein Wunsch ist: Wer auch immer vorne mitfährt, hoffentlich ist ein Deutscher dabei."

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