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Letzte Seite Abu Dhabi: Lotus klappt Kapitel Renault zu

Mit dem Rennen in Abu Dhabi endet die 20-jährige Partnerschaft zwischen Enstone und Renault: 1995, 2005 und 2006 als große Highlights der Beziehung

(Motorsport-Total.com) - Am kommenden Sonntag geht in Abu Dhabi eine 20-jährige Ära zu Ende: Lotus wird sich nach sechs gemeinsamen Weltmeistertiteln endgültig von Renault verabschieden und zu Mercedes wechseln, mit denen sich das Team neuen Auftrieb erhofft. Seit 1995 war der französische Motorenhersteller in Enstone engagiert. Damals hieß das Team allerdings noch Benetton, und Weltmeister wurde Michael Schumacher.

Renault-Team

Erinnerung an glückliche Zeiten: Renault feiert den Titel 2006 mit Fernando Alonso

"Ich denke, dass sich jedes Mitglied des Teams an die großartigen Zeiten 1995 und dann noch einmal 2005 und 2006 erinnern wird, als man mit Michael (Schumacher) und Fernando (Alonso; Anm. d. Red.) die Titel holen konnte", rekapituliert Co-Teamchef Federico Gastaldi vor dem Abschluss in Abu Dhabi. Technikchef Nick Chester erinnert sich neben den Meisterschaften mit Alonso vor allem gerne an den Sieg von Jarno Trulli in Monaco 2004 - dem einzigen des Italieners. "Es gab viele gute Zeiten mit Renault, und wir haben es genossen, mit ihnen zu arbeiten", sagt er.

Doch: "Alle guten Dinge müssen einmal zu einem Ende kommen", erklärt Gastaldi weiter und dankt allen bei Renault noch einmal für die Expertise während der langjährigen Zusammenarbeit. Doch wo es gute Zeiten gibt, da gibt es auch schlechte Zeiten, meint der Lotus-Mann. Trennen wird man sich nun definitiv nach einer schlechten Zeit. Die Saison 2014 ist die schlechteste in Enstone seit Beginn der Renault-Ära. Selbst in der schwierigen Zeit um die Jahrtausendwende gelangen dem Team größere Erfolge.

"Wir begannen einige Schritte hinter dem, wo wir hätten sein sollen, und es war ein andauernder Kampf, wieder dorthin zurückzukommen, wo wir eigentlich sein sollten", zieht Gastaldi ein ernüchterndes Fazit unter die laufende Saison. Mit WM-Rang acht und gerade einmal zehn WM-Pünktchen sehnt man sich in Enstone zurück nach alten Zeiten, in denen man um Podestplätze und Siege mitfahren konnte.


Fotostrecke: Die Geschichte des Lotus-Teams

2015 soll das wieder das Fall sein: "Wir haben verschiedene Schlüsselaspekte in unserem technischen Paket modifiziert, um sicherzustellen, dass wir in der besten Position sind, um zum heißen Ende des Grids zurückzukehren", sagt Gastaldi, der dabei besonders auf seine Leute und ihre Hingabe baut. "Wir gehen in den Winter mit der Entschlossenheit, wieder eine Macht zu sein", verspricht er. "Wir werden keinen Stein auf dem anderen lassen."

Mit dabei helfen soll Mercedes, die 2014 den stärksten Antrieb stellten und zum neuen Partner von Lotus werden. Gastaldi sagt: "Es wird eine völlig neue Seite in der Geschichte des Teams." Zuvor muss nur erst das Kapitel Renault geschlossen werden, das das bislang erfolgreichste im Buch von Enstone ist. 34 Siege, drei Fahrer- und drei Konstrukteurstitel lügen nicht. Doch jetzt ist es Zeit, umzublättern.

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