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Formel 1 in der Krise: Lopez macht sich Sorgen

Lotus-Teambesitzer Gerard Lopez bewertet die aktuelle Situation der Königsklasse als kritisch und schüttelt angesichts der Gespräche mit anderen Teams den Kopf

(Motorsport-Total.com) - Die Formel 1 befindet sich in der (Finanz-)krise. Caterham und Marussia mussten bereits in den sauren Apfel beißen. Ob man die beiden Teams noch einmal in der Startaufstellung sehen wird, ist fraglich. Wenn überhaupt, dann nur mit neuen Investoren. Auch die Teams Sauber, Force India und Lotus sind finanziell alles andere als auf Rosen gebettet. Ihrem Unmut über die Verteilung der Gelder haben sie bereits am Rande des Grand Prix der USA Luft gemacht.

Gerard Lopez, Bernie Ecclestone

Der erhobene Zeigefinger für Bernie: Gerard Lopez macht sich ernsthaft Sorgen Zoom

In Brasilien gab es am vergangenen Wochenende weitere Gespräche zwischen den Teams und Formel-1-Zampano Bernie Ecclestone. Diese wurden von Lotus-Teambesitzer Gerard Lopez geleitet - Ausgang derzeit noch offen. "Wir brauchen Lösungen", so Lopez. Kommen diese nicht, sieht der Luxemburger die Zukunft der Formel 1 ernsthaft in Gefahr.

"Ja, ich mache mir Sorgen, aber nicht nur deshalb, sondern auch aus anderen Gründen", sagt der Lotus-Teambesitzer und führt an, dass der im Winter vollzogene Wechsel von V8-Saugmotoren auf die komplizierten V6-Turbos mit Hybridtechnik ein kompletter Schuss in den Ofen gewesen sei. Durch den Wegfall des über Jahrzehnte gekannten typischen Formel-1-Sounds bleiben laut Lopez die Fans weg. Das wiederum lässt Sponsoren und Promoter zweimal über ein Formel-1-Engagement nachdenken. Von den entstandenen Mehrkosten für die Teams ganz zu schweigen.

'auto motor und sport' zitiert den Lotus-Teambesitzer nach den Gesprächen am Rande des Grand Prix von Brasilien mit den Worten: "Man müsste wirklich mal einen Film über so ein Gespräch machen und auf YouTube stellen. Die Leute würden sich an den Kopf greifen. Von Logik und pragmatischen Lösungen keine Spur."

Doch die Flinte ins Korn zu werfen, kommt für Lopez nicht in Frage. "Unterm Strich reden wir hier immer noch von einer der größten Sportarten der Welt, wenn nicht sogar der größten überhaupt. Die Formel 1 hat die finanziellen Möglichkeiten und die Kraft, diese Probleme zu lösen und wieder etwas wirklich Großartiges auf die Beine zu stellen. Das müssen wir einfach schaffen", so der Luxemburger.

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