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Leistungsexplosion bei Vergne? "Hatte viele solche Rennen"

Jean-Eric Vergne relativiert, dass es besser läuft, seit er um die Karriere kämpft, und hofft, dass er in der kommenden Saison die Früchte der harten Arbeit ernten kann

(Motorsport-Total.com) - Jean-Eric Vergne ist nach WM-Punkten der bislang erfolgreichste Toro-Rosso-Pilot, was auch damit zu tun hat, dass er inzwischen sein drittes Jahr beim kleinen Red-Bull-Team bestreitet. Ein viertes Jahr ist in der Philosophie des Energy-Drink-Herstellers eigentlich nicht vorgesehen, da es sich bei Toro Rosso um ein Juniorteam handelt. Doch bei Vergne könnte man Gnade walten lassen, denn der erst 16-Jährige Max Verstappen, der kommende Saison beim Team von Franz Tost debütieren wird, könnte einen erfahrenen Mann an seiner Seite gut gebrauchen.

Jean-Eric Vergne

Jean-Eric Vergne fiel zuletzt mit leidenschaftlichen Leistungen auf Zoom

Genau darauf hofft Vergne selbst, für den sich bereits Verstappen, Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz und auch der Teamchef Tost ausgesprochen haben. "Es gab aufmunternde Worte von vielen Leuten, besonders von Franz", bedankt sich der Franzose.

Er selbst würde ebenfalls gerne in Faenza bleiben, da er in der kommenden Saison mit einem Aufwärtstrend rechnet: "Dieses Jahr sind wir viel stärker geworden, und ich glaube, dass wir nächstes Jahr in einer noch besseren Position sein könnten. Hoffentlich können wir weitermachen."

Zumindest wenn es nach den Rennleistungen der vergangenen Wochen geht, dann stehen die Chancen Vergnes nicht allzu schlecht. Seit Singapur ist er Stammgast in den WM-Punkten, und mit Platz sechs beim Nachtrennen hat er sein bislang bestes Formel-1-Ergebnis eingefahren. Somit liegt er derzeit in der Fahrer-Wertung mit 22 Punkten auf dem 13. Rang. Sein vielgelobter Rookie-Teamkollege rangiert währenddessen auf Platz 15 - mit "nur" acht Zählern.

Fuhr Vergne also konfrontiert mit dem Karriereende in der zweiten Saisonhälfte mit der Wut im Bauch? "Definitiv keine Wut", verneint er. "Ich glaube, dass ich schon früher viele solche Rennen gefahren bin, aber am Jahresanfang bin ich oft ausgeschieden. Wenn du ausscheidest, erinnern sich die Leute nicht daran, was du im Rennen geleistet hast. Das war schade."

Er selbst habe seine Herangehensweise nicht verändert: "Ich bin mit viel Leidenschaft gefahren, ich liebe das Rennfahren - das kann ich am besten. Ganz egal, was ich nächstes Jahr mache, aber ich werde immer 100 Prozent geben. Dann bist du auch am besten."