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Lawson nur Ersatzfahrer: AlphaTauri bestätigt Tsunoda und Ricciardo für 2024!

Yuki Tsunoda wird 2024 in seine vierte Saison bei AlphaTauri gehen, und auch für Daniel Ricciardo geht es weiter - Liam Lawson bleibt nur die Rolle als Ersatzfahrer

(Motorsport-Total.com) - AlphaTauri wird in der Formel-1-Saison 2024 mit Yuki Tsunoda und Daniel Ricciardo an den Start gehen. Das hat das Team aus Faenza im Rahmen des Großen Preises von Japan offiziell bestätigt. Ricciardo-Vertreter Liam Lawson schaut damit in die Röhre.

Titel-Bild zur News: AlphaTauris Formel-1-Piloten Daniel Ricciardo und Yuki Tsunoda

Daniel Ricciardo und Yuki Tsunoda fahren auch 2024 für AlphaTauri Zoom

Der Neuseeländer, so verrät man im Rahmen der Fahrerbekanntgabe, wird 2024 die Rolle des Ersatzpiloten "für beide Red-Bull-Teams" übernehmen, heißt es. Lawson werde im kommenden Jahr bei allen Rennen vor Ort sein, testen und im Simulator arbeiten.

Teamchef Franz Tost, der diese Rolle am Ende des Jahres aufgeben wird, erklärt: "Nächstes Jahr bleibt das Technische Reglement weitgehend unverändert, und so war es logisch, auch bei unserer Fahrerbesetzung auf Kontinuität zu setzen."

"Ich bin sehr zufrieden mit der Entwicklung, die Yuki in den vergangenen zweieinhalb Jahren in unserem Team genommen hat", so Tost über den Japaner, der 2021 aus der Formel 2 zu AlphaTauri kam und damit 2024 bereits in seine vierte Saison in Faenza gehen wird.

Ricciardo trotz Verletzung für 2024 bestätigt

Tsunoda selbst erklärt: "Ich freue mich darauf, weiter zu kämpfen und mit dem Team und Daniel zusammenzuarbeiten. Natürlich werde ich für den Rest der Saison [2023] und darüber hinaus so viel wie möglich pushen, um mich als Fahrer weiterzuentwickeln."

"Ich bin Red Bull und Honda dankbar, dass sie mich weiterhin unterstützen und an mich glauben, und ich bin sehr glücklich und dankbar, dass wir die Partnerschaft fortsetzen", so Tsunoda.

Bereits am Donnerstag in der FIA-Pressekonferenz hatte der Japaner über seine Zukunft gesprochen. Auf die Frage eines Journalisten, ob am Ende vielleicht nicht Ricciardo oder Lawson, sondern er auf der Strecke bleiben wird, antwortete er da: "Wir werden sehen. Bald. Sie werden das bald wissen." Was darauf schließen lässt, dass zu dem Zeitpunkt schon alles geregelt war.

Auch wenn Tsunoda im Spaß meint, dass eigentlich Lawson das Cockpit hätte bekommen sollen: "Liam hat auch das bessere Ergebnis geholt dieses Jahr, er hat einen neunten Platz. Ich habe noch nie den neunten Platz gemacht! Also werde ich hier aufhören. Vielleicht Liam und Daniel."

"Daniel", wird er wieder ernst, "bringt definitiv mehr Erfahrung mit. Und er hat eine Menge Feedback gegeben, Vergleiche, er hat wirklich gute ... Er kann definitiv detaillierter beschreiben, wie sich das Auto verhält. Das hilft den Ingenieuren sehr. Und ich glaube, die Ingenieure mögen es, wie er redet und wie er bei der Entwicklung hilft. Wenn das Team also das Auto weiterentwickeln will, um konkurrenzfähig zu sein, dann vielleicht eher Daniel."

Lawson habe allerdings "gleich in den ersten drei Rennen eine gute Leistung gezeigt. Und wahrscheinlich macht er immer noch Fortschritte. Ich habe mit Daniel zwei Rennen absolviert, und das war wahrscheinlich nicht die beste Zeit für AlphaTauri. In den letzten beiden Rennen, als Liam in die Formel 1 kam, war das Auto ziemlich gut, also hatte er auch eine gute Zeit."


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Teamkollege Ricciardo war erst vor zwei Monaten zu AlphaTauri zurückgekehrt. Der Australier feierte sein Comeback beim Grand Prix in Ungarn im Juli, verletzte sich allerdings zwei Rennen später in Zandvoort schwer an der Hand und fällt seitdem aus. Er sei "begeistert", auch im kommenden Jahr für AlphaTauri zu fahren, erklärt Ricciardo.

"Nach den Fortschritten, die wir bereits gemacht haben, und den Plänen für die Zukunft, ist es eine aufregende Zeit für das Team. Wir bauen etwas auf, und das ist ein großartiges Gefühl", so der achtmalige Grand-Prix-Sieger, der weiß: "Es gibt noch viel zu tun."

Bayer: AlphaTauri in einer "privilegierten Position"

"Aber wir sind auf dem richtigen Weg und es gibt viel, worauf wir uns freuen können. 2024 kann kommen", so Ricciardo. "Wir befinden uns in einer privilegierten Lage, in der wir Zugang zu mehreren großen Talenten aus der Welt von Red Bull haben. Das ist ein Verdienst der Arbeit, die Dr. Marko seit vielen Jahren leistet", erklärt CEO Peter Bayer derweil.

Ricciardo und Tsunoda seien nicht nur "fantastische" Rennfahrer, "sondern [sie] sind auch großartige globale Botschafter für unser Team und unseren Sport", so Bayer. Tost betont derweil, dass man mit den beiden "2024 eine der wettbewerbsfähigsten Fahrerpaarungen in der Startaufstellung" habe.

Über Lawson sagt Bayer: "Liam hat sich in nur drei Rennen ins Rampenlicht der Formel 1 gestellt und ich bin sehr froh, dass wir ihn weiterhin auf seine Zukunft vorbereiten können." Tost ergänzt: "Er wird dem Team in seiner Entwicklungsrolle als dritter Fahrer definitiv helfen, und ich bin sicher, dass er bald eine Zukunft in der Formel 1 haben wird."

Durch die Bestätigung von Ricciardo und Tsunoda sind fast alle Formel-1-Cockpits für die Saison 2024 vergeben. Lediglich Williams hat noch nicht bekanntgegeben, welcher Pilot im kommenden Jahr an der Seite von Alexander Albon fahren wird.

Aston Martin hat Lance Stroll zwar offiziell auch noch nicht für 2024 bestätigt, der Kanadier gilt im Team, das seinem Vater gehört, allerdings als gesetzt.