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  • 20.09.2023 20:00

  • von Kevin Hermann, Co-Autor: Oleg Karpov

AlphaTauri vor Japan: Durchbruch mit neuem Update?

Ist AlphaTauri mit dem Singapur-Update der Durchbruch gelungen? Während Liam Lawson Verbesserungspotenzial sieht, peilt Yuki Tsunoda die Top 8 in Japan an

(Motorsport-Total.com) - Das AlphaTauri-Formel-1-Team konnte mit einem neuen Update in Singapur mit Platz neun gleich zwei wichtige Punkte für die Konstrukteursmeisterschaft mitnehmen, doch der wahre Test steht mit dem kommenden Rennwochenende in Japan bevor.

Titel-Bild zur News: Liam Lawson, Sergio Perez

In Singapur konnte Liam Lawson die Red Bulls ärgern, doch was ist in Japan für AlphaTauri drin? Zoom

Wie bereits seine Vorgänger liegt der AT04 gut in langsamen Kurven - wie es sie zuhauf in Singapur gibt -, 2023 hatte man jedoch Probleme in schnellen Kurven und auch auf langen Geraden. Der Luftwiderstand des Pakets ist zu hoch, was Geschwindigkeit bei der Vollgasfahrt kostet. Somit ist Suzuka die wahre Testprobe für das neue Update, was laut CEO Peter Bayer sein volles Potenzial auch erst dort entfalten soll.

Ein Vorteil gibt es aber: Sowohl Yuki Tsunoda als auch Formel-1-Rookie Liam Lawson kennen die Strecke gut. Für den Japaner wird es nach 2021 und 2022 das dritte Heimrennen in der Königsklasse sein, während Lawson in seiner Super-Formula-Saison bereits in diesem Jahr in Suzuka gefahren ist und den vierten Platz belegen konnte.

Lawson: Hilft seine Suzuka-Erfahrung?

"Ich habe dort ein wenig Erfahrung", sagt Lawson. "Ich kenne die Strecke auf jeden Fall besser als Singapur! Und ich liebe die Strecke dort absolut. Da es sich um eine Formel-1-Strecke handelt, war es eine ziemlich coole Erfahrung, als ich sie zum ersten Mal gefahren bin. Sie ist auch sehr kultig. Es ist eher eine Rennstrecke der alten Schule, mit Gras um die ganze Strecke herum und nicht viel Raum für Fehler."

"Ich hoffe, dass wir dort stark sein können, und es hilft, wenn man die Strecke einigermaßen gut kennt. Ich erwarte, dass es ganz anders sein wird, als in einem Formel-1-Auto zu fahren, aber ich freue mich darauf, dort zu fahren. Ich denke, mit einem Formel-1-Auto ist es eine der besten Strecken, die man fahren kann."

Allerdings hat Lawson trotz Punkte in Singapur auch noch Luft nach oben, vor allem, was seine Leistung am Start angeht: "Bei mir ist es der Start, den ich in den Griff bekommen muss", sagt er. "Denn jetzt habe ich an zwei Wochenenden hintereinander den Start verpatzt und ein paar Positionen verloren. Das macht uns das Leben noch schwerer."

Lawson: Auto hat noch mehr Potenzial nach oben

"Ansonsten denke ich, dass wir [in Singapur] alles aus dem Auto herausgeholt haben. Wir hatten nicht ganz die Rennpace. Um ehrlich zu sein, hatten wir vor dem Rennen das Gefühl, dass es ein bisschen schwierig werden würde, weil wir das auch am Freitag gespürt haben. Aber wir haben versucht, es so gut wie möglich zu korrigieren. Ich denke also, wir haben das Maximum herausgeholt."

Der Ausfall von George Russell sowie die Probleme bei Alexander Albon und Fernando Alonso haben sicher geholfen, dass Lawson die ersten Punkte seiner Formel-1-Karriere einfahren konnte, doch wie sieht es in Japan aus? Rechnet der Neuseeländer erneut, um die Punkte zu kämpfen?


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"Ich denke, es gibt auf jeden Fall Potenzial [mit dem Auto]. Je länger wir damit arbeiten, desto mehr finden wir heraus, wie wir das Beste aus ihm herausholen können. Für dieses Wochenende war viel neu und wir haben noch nicht alles herausgefunden, um es zu optimieren. Aber je länger wir fahren, desto mehr lernen wir, denke ich."

Tsunoda optimistisch für Heimrennen

Lawsons Teamkollege Yuki Tsunoda, der in Singapur bereits in Runde eins ausschied, ist da schon etwas weniger diplomatisch: "Die Upgrades, die wir in Singapur eingeführt haben, scheinen zu funktionieren, also können wir vielleicht die Top 10 oder Top 8 anpeilen. Wir müssen mehr Punkte holen. Das gesamte Team arbeitet auf dieses Ziel hin, und jeder treibt sich gegenseitig an, um es zu erreichen."

"Aber in den letzten beiden Rennen bin ich ohne mein Verschulden nicht über die erste Runde hinausgekommen, aber ich habe meine Gedanken neu sortiert und bin bereit, in Suzuka stark zurückzuschlagen. Ich freue mich schon sehr auf dieses Wochenende. Wenn ich ehrlich bin, habe ich mich schon seit dem Ende des letzten Jahres darauf gefreut!"

"Es ist auf jeden Fall etwas ganz Besonderes, und das Gefühl, das ich dort hatte, war ganz anders als bei allen anderen Grands Prix, mit so viel Unterstützung durch die Fans. Es war unglaublich, und ich kann es kaum erwarten, wieder dabei zu sein. Für mich wird es das beste Ereignis des Jahres sein", so Tsunoda.

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