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Lauda: Warum Eddie Irvine gehen musste

Jaguar-Teamchef Niki Lauda erklärt, warum Eddie Irvine das Team nach drei Jahren verlassen musste

(Motorsport-Total.com) - Nach drei Jahren bei Jaguar muss Eddie Irvine das Team nun verlassen und einem jüngeren Fahrer Platz machen. Der Ire selbst zeigte sich überrascht angesichts der Tatsache, dass ihm Teamchef Niki Lauda nicht einmal ein Angebot für 2003 unterbreitet hatte, obwohl der ehemalige Vizeweltmeister sogar klar gestellt hatte, dass er eine Gehaltskürzung in Kauf nehmen würde.

Eddie Irvine im Gespräch mit Niki Lauda

Eddie Irvine im Gespräch mit Jaguar-Teamchef Niki Lauda Zoom

Doch der Jaguar-Teamchef hatte seine Gründe, warum für ihn ein neuer Vertrag mit dem 36-Jährigen nicht in Frage kam: "Er wollte, dass das ganze Team für ihn arbeitet ? so wie er es gerne wollte", erklärt der Österreicher der 'News of the world'. "Wenn sich ein Ingenieur darüber beschwerte, dass er ein Problem mit Eddie habe, so würde ich sagen 'Dann schenke ihm beim nächsten Meeting reinen Wein ein'. Aber manchmal konnte Eddie das nur schwer akzeptieren. Er war nicht einmal einverstanden, die andere Seite zu sehen."

Für das Team war die Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Ferrari-Fahrer laut Niki Lauda nicht einfach: "Er ist ein sehr fordernder Fahrer. Er hat für eine Menge Reibungen gesorgt, aber so ist Eddie nun einmal. Manchmal ist das ja eine gute Sache, aber manchmal bedeutet dies auch, dass man weniger aus den Leuten herausholen kann. Eddie ist sehr direkt und denkt nicht zwangsläufig über die Gefühle anderer nach, wenn er etwas zu sagen hat. Die Leute haben sich aufgeregt über Dinge, die er von sich gegeben hat. Ich bin nicht so empfindlich, aber das Team hat ein wenig darunter gelitten."

Dass auch Pedro de la Rosa gehen musste, war laut Lauda eine wichtige Entscheidung: "In unserem neuen Team haben wir zwei junge Fahrer, die sich die ganze Saison über bekämpfen werden und sich gegenseitig antreiben werden, schneller zu fahren. Sie sind sehr schnell und werden sich etablieren wollen. Wir brauchten einen Schnitt, einen Neuanfang."

Irvines Landsmann Jenson Button ist nicht verblüfft, dass Lauda seinen Fahrer ausgetauscht hat: "Ich bin wirklich nicht überrascht. Er hatte seine Zeit dort gehabt und eine Menge gutes Geld verdient. Eddie hat einen ziemlich guten Job erledigt, aber es gibt eine Menge neuer Fahrer, die sehr, sehr schnell sind ? ihnen sollte man eine Chance geben", so Button gegenüber 'BBC Radio 5 Live'."