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Lauda gratuliert Hamilton: "Er hat hervorragend verhandelt"

Es ging um Formel-1-Autos für den Privatbesitz und "ein bissrl mehr" Geld: Hamilton holte bei Lauda "das Maximum" heraus - und hatte keine Konkurrenten

(Motorsport-Total.com) - Seit Lewis Hamilton vor mehr als zwei Jahren seine zweite Familie McLaren verlassen hat, pflegt der Champion bei Mercedes eine enge Beziehung zur Silberpfeil-Galionsfigur Niki Lauda. Umso interessanter gestaltete sich die Konstellation, in der die beiden in den vergangenen Monaten als Fahrer und Aufsichtsratsboss über einen neuen Kontrakt verhandeln mussten. "Der Hauptvertrag war nicht das Problem", erinnert sich Lauda im Gespräch mit 'auto motor und sport'. "Schwieriger waren die Details."

Lewis Hamilton, Niki Lauda

Lewis Hamilton und Niki Lauda begaben sich an den Verhandlungstisch Zoom

Die Rede ist von PR-Auftritte, Sponsorenterminen und der Frage, ob Hamilton sein Rennauto am Saisonende behalten darf. Dabei vertraute Hamilton nur auf den Rat seiner Anwälte, nicht auf den eines Beraters. Das war ganz nach Laudas Geschmack: "Ich begrüße das. Ist mir viel lieber, als wenn da ein Manager sitzt. Lewis wollte und musste alles hinterfragen", sagt der Österreicher, der sich Informationen von 'Motorsport-Total.com' zufolge 88 Millionen Euro für drei Jahre aus der Tasche ziehen ließ.

Auch wenn diese Zahl wie weitaus größere Summen aus der britischen Presse inhaltlich niemand kommentiert, gibt Lauda einige Hinweise. Es sei "ein bisserl mehr" als der bisherige Vertrag Hamilton zusichert und viel mehr als in den Siebziger- und Achtzigerjahren auf die Fahrerkonten wanderte. "Ich habe in meiner aktiven Zeit nur 10 Prozent von dem verdient, was die Toppiloten heute bekommen. Ich bin eindeutig zu früh geboren", scherzt Lauda und hält die Gehälter dennoch für angemessen.

Er weiß: "Die Weltmeister wie Vettel, Alonso oder Lewis verdienen alle ungefähr in der gleichen Größenordnung. Sie haben eben ihren Preis." Diesen Preis wusste sich Hamilton seit Februar am Verhandlungstisch zu erkämpfen und hat mit seiner Entscheidung, die Sache selbst in die Hand zu nehmen, offenbar keinen Fehler gemacht. "Ich habe ihm gratuliert, ihm gesagt, dass er hervorragend verhandelt und das Maximum für sich herausgeholt hat", lobt Lauda seinen Schützling und Angestellten.


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Genau wie Hamilton, der keine Alternativen zu Mercedes in Erwägung gezogen haben will, schaute sich auch Lauda nicht nach möglichem Ersatz um: "Wenn wir so gedacht hätten, wäre das Vertrauen untereinander verloren gegangen. Wir wollten Lewis ja auch unbedingt halten." Bei den ersten Vertragsverhandlungen, die Mercedes 2012 mit dem damaligen McLaren-Piloten führte, galt es, erstens das bisherige Gehalt zu überbieten und zweitens den Eindruck zu erwecken, dass sich das Werksteam tatsächlich an die Spitze arbeiten könnte. "Was nicht so einfach war", erinnert sich Lauda an sportliche Aussichten der Vergangenheit, die mittlerweile das kleinste Problem sind.

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