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Klien: "Es ist nicht das Ende aller Tage"

Christian Klien macht nach der Niederlage gegen Liuzzi im HRT-Cockpitpoker keinen Hehl aus seiner Enttäuschung und erklärt, was er nun plant

(Motorsport-Total.com) - Rückschlag für Christian Klien: HRT hat sich bei der Besetzung des letzten verfügbaren Cockpits im Starterfeld nicht ganz unerwartet für Tonio Liuzzi entschieden. Dadurch ist der Österreicher, der im Vorjahr bei drei Rennen zum Einsatz kam, der große Verlierer im Cockpitpoker. Nach der Entscheidung zeigt er sich enttäuscht: "Es spielen so viele Faktoren eine Rolle, die man als Fahrer nur schwer beeinflussen kann. Positiv ist zumindest, dass mir klar signalisiert wurde, dass man an meinem fahrerischen Können keine Zweifel hat, sondern eben die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen derzeit kein Stammcockpit erlauben. Trotzdem muss der Blick vorwärts gerichtet werden."

Christian Klien

Christian Klien schrammte einmal mehr an einem Einsatzcockpit vorbei

Doch die Niederlage will Klien nicht lange auf sich sitzen lassen. Sein Ziel ist es weiterhin, sich langfristig einen Platz in der Formel 1 zu erkämpfen: "Ich habe schon vorher klar gesagt: Wenn es mit diesem Cockpit nicht klappt, dann werde ich um einen Vertrag als dritter Fahrer kämpfen, der mir auch die Perspektive gibt, in absehbarer Zeit wieder Formel 1-Rennen zu fahren. Es ist kein erfreulicher Tag in meiner Karriere, aber es ist auch nicht das Ende aller Tage."

Auch Klien-Manager Roman Rummenigge stellt klar, dass man den Kampf um das HRT-Cockpit nicht aus sportlichen Gründen verloren hat: "Es ist ja kein Geheimnis, dass das Team auf finanzielle Mitgiften angewiesen ist. Wir haben den ganzen Winter über an einem attraktiven Paket gearbeitet, was im gegenwärtigen internationalen Wirtschaftsklima schwierig genug ist. Aber die Rahmenbedingungen sind für niemanden leicht."

Die Entscheidung, dass HRT 2011 auf Kliens ehemaligen Red-Bull-Kollegen Liuzzi setzt, fiel laut Rummenigge gestern am Abend: "Wir haben bis gestern Nachmittag mit Dr. Kolles sehr intensiv über alle möglichen Vertragsbestandteile verhandelt. Letztendlich konnten wir trotz aller Bemühungen nicht das Paket anbieten, um in Melbourne am Start zu stehen." Dennoch scheint es für Klien auch abgesehen vom HRT-Renncockpit Formel-1-Perspektiven zu geben: "Mir tut es persönlich für Christian leid, der im vergangenen Jahr vom Stand weg gezeigt hat, dass er das Talent und den Biss hat, in der Formel 1 zu bestehen. Wir haben einen Plan B und Dinge können sich in der Formel 1 sehr rasch ändern, wie man gesehen hat."