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Jenson Buttons Zukunft: Le Mans und Rallycross locken

McLaren-Pilot Jenson Button hat nach eigener Aussage "einige Optionen in der Formel 1" für das kommende Jahr: Manchmal siegt die Lust auf neue Freiheiten

(Motorsport-Total.com) - Nach 17 Jahren in der Formel 1 steht Ex-Weltmeister Jenson Button am Scheideweg. Darf der Brite bei McLaren-Honda bleiben, lockt noch einmal eine Aufgabe bei Williams oder wendet er sich anderen Herausforderungen zu? Der Champion von 2009 ist unschlüssig. "Es gibt Tage, da will ich unbedingt weiter Rennsport betreiben, aber es gibt auch Tage, an denen ich denke, ich hatte ausreichend davon", beschreibt Button auf Nachfrage von 'Motorsport-Total.com'.

Jenson Button

Nach 17 Jahren Stress: Jenson Button hat manchmal genug von der Formel 1 Zoom

"Dann denke ich, dass mir etwas anderes vielleicht mehr Emotionen verschaffen könnte. Es ist immer schwierig, wenn es emotional auf und ab geht. Man hat Rennen wie in Hockenheim, was wirklich toll war. Am nächsten Tag denke ich dann aber: 'Wow, ich mache das seit 17 Jahren. Seit 17 Jahren lebe ich nach dem Kalender von Bernie. Jetzt möchte ich vielleicht selbst entscheiden.' Seit Jahren bin ich etwas hin- und hergerissen", erklärt der erfahrene Rennfahrer aus Frome.

Bei McLaren ist derzeit wegen der anhaltenden Probleme von Antriebspartner Honda viel Geduld gefragt. Der 36-Jährige mag jedoch nicht warten. "Ich will Rennen gewinnen. Wenn ich das in der Formel 1 nicht kann, dann gehe ich woanders hin", stellt Button gegenüber 'Formula1.com' klar. Mit McLaren-Boss Ron Dennis hat der Brite besprochen, "bis September erst einmal abzuwarten". Der Formel-1-Haudegen will sich selbst bezüglich seiner Zukunftswünsche sicherer sein.

Le Mans und Rallycross locken den Ex-Champion

"Es gibt noch viele andere Wettbewerbe, die ich gern bestreiten möchte. Ich will unbedingt in Le Mans fahren, sollte sich eine Möglichkeit ergeben. Ich mag das Rennen, den dortigen Zusammenhalt und das Zusammenspiel in den Teams", sagt Button, der bereits vor der Saison 2015 in engem Kontakt zu LMP1-Teams der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) stand. Durch die Tatsache, dass Audi und Porsche seit diesem Jahr nur noch zwei Fahrzeuge in Le Mans einsetzen, sind die Chancen auf einen LMP1-Platz geringer geworden.

"Rallycross würde ich auch gern machen. Mein Vater hat das früher mal gemacht. Jetzt ist die Szene im Aufschwung, es gibt viele Topstars: Loeb, Solberg oder Ekström. Es ist eine Weltmeisterschaft - und ich wäre gern dabei", meint Button. "Ich habe auch einige Freunde im Rennsport, mit denen ich gern Langstrecke fahren würde - zum Beispiel auch in einem GT3-Auto. Es gibt so vieles, was ich gern machen würde, weil ich bisher nie die Zeit dafür hatte. Wenn du Formel 1 fährst, dann hast du für andere Dinge keine Zeit."

In 17 Jahren habe sich die Formel 1 verändert, seine Haltung zur Szene ebenso, gibt der McLaren-Star zu. "Ich habe ein paar Optionen in der Formel 1. Es ist schön für mich zu wissen, dass ich noch erwünscht bin. Ob ich es aber machen werde, wird sich in den kommenden Wochen zeigen", meint der leidenschaftliche Racer, der auch gern Triathlon betreibt. Mit einem breiten Grinsen schließt er ab: "Vielleicht überrasche ich mit der Entscheidung sogar mich selbst!"

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