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Formel-1-Cockpit: Stoffel Vandoorne hat starke Fürsprecher

Unter anderem Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff sieht in Stoffel Vandoorne einen potenziellen Formel-1-Superstar: "Notfalls suche ich ihm einen Platz"

(Motorsport-Total.com) - In der Formel 1 schiebt die "alte Garde" der Toppiloten angesichts der Eigenheiten der aktuellen Fahrzeuggeneration viel Frust. Fernando Alonso will die Szene verlassen, wenn die Autos nicht endlich wieder in einem echten Grand-Prix-Sprint am Limit bewegt werden dürfen. Die Youngster in der Königsklasse kümmert das wenig. Sie genießen die Fahrten in den Formel-1-Boliden und haben die "Vollgas-Zeiten" vor rund zehn Jahren gar nicht aktiv mitbekommen.

Stoffel Vandoorne, Jolyon Palmer

Bekommt Stoffel Vandoorne (li.) den Renault-Platz von Jolyon Palmer (re.)? Zoom

Auf Grundlage dieser Voraussetzungen steht in der Formel 1 offenbar ein umfassender Generationswechsel an. "Es kommen potenzielle Stars der Zukunft in die Formel 1. Wehrlein und Ocon sind schon drin, die beste Vita hat bisher Vandoorne vorzuweisen. Ich verfolge seine Karriere seit fünf oder sechs Jahren", schildert Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff in der belgischen Zeitung 'Het Laatste Nieuws' seine Sicht auf den Fahrermarkt.

"Die Art, wie er die GP2 gewonnen hat und wie er als Mensch gereift ist, zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht. Ich mag ihn als Person und als Fahrer", so der Österreicher über das belgische Talent aus dem McLaren-Stall. "Ich bin 100 Prozent sicher, dass er im kommenden Jahr in der Formel 1 sein wird. Wenn McLaren so verrückt ist, ihn nicht zu nehmen, dann nimmt ihn jemand anderes. Wenn nicht, dann werde ich ihm einen Platz suchen. Das verspreche ich."

Ist McLaren so verrückt? Das ist noch unklar. Fernando Alonsos Vertrag für 2017 ist sicher, Jenson Buttons Zukunft hingegen ungewiss. Womöglich muss der erfahrene Ex-Champion für das Supertalent Vandoorne weichen. "Wir müssen entsprechend der McLaren-Strategie entscheiden. Es gibt immer ein Pro und ein Contra, aber Ron Dennis, die Teilhaber und ich dürfen uns nicht von Emotionen leiten lassen. Fans und Sponsoren dürfen das vielleicht, wir aber nicht", sagt McLaren-Teamchef Eric Boullier.

"Wir müssen rational herangehen und daran denken, was wir mit McLaren in diesem, im kommenden und in weiteren Jahren erreichen möchten", so der Franzose. Button rechnet sich noch Chancen aus, steht aber auch bei Williams hoch im Kurs. Vandoorne werden Möglichkeiten bei Renault nachgesagt. "Wir stehen bei unserer Entscheidung überhaupt nicht unter Druck. Wir werden es klären, in den kommenden Wochen oder Monaten", so Renault-Teamboss Frederic Vasseur. Bei den Franzosen steht Landsmann Esteban Ocon, der aktuell sein Debüt im Manor feiert, höher im Kurs als Vandoorne. "Das ist möglich", so Vasseur.

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