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Button über Ablösegerüchte: "Habe in der Quali gesprochen"

Stoffel Vandoorne nicht bei McLaren zu verpflichten sei laut Toto Wolff "verrückt" - "Ich habe in der Qualifikation gesprochen," schmunzelt Button über Ablösegerüchte

(Motorsport-Total.com) - Stoffel Vandoorne zählt zu den gefragtesten Nachwuchstalenten in der Formel 1, was auch Mercedes-Teamchef Toto Wolff nicht entgangen ist. Nicht nur in Spa-Francorchamps wird von einem Formel-1-Engagement des Belgiers geträumt. Zwar hat Max Verstappen streng genommen auch einen belgischen Pass, der Red-Bull-Pilot fährt aber unter niederländischer Lizenz, sodass der GP2-Champion von 2015 in Belgien der neue Superstar im Motorsport werden könnte.

Stoffel Vandoorne

Auch ohne Stammcockpit hat Stoffel Vandoorne in Spa bereits viele Fans Zoom

Der 24-Jährige fuhr in der Formel 1 2016 bereits in Bahrain, als Fernando Alonso verletzt aussetzen musste. Geht es nach Wolff, müsse ein Formel-1-Stammcockpit möglichst schnell Realität für Vandoorne werden: "Wenn McLaren so verrückt ist, ihn nicht zu nehmen, dann nimmt ihn jemand anderes. Wenn nicht, dann werde ich ihm einen Platz suchen. Das verspreche ich," ließ sich der Österreicher in einer belgischen Presserunde (kürzlich) entlocken.

Doch ganz so einfach scheint es der Nachwuchs in der Formel 1 nicht zu haben - prominente Fürsprecher hin oder her. "Wir haben kein Auto für ihn," muss Wolff seine Aussagen relativieren. "Ich mag den Typen. Er gehört zu denen, die es verdienen, in der Formel 1 fahren zu dürfen. Er hat die GP2 in einer Art und Weise dominiert, die sehr besonders war. Wenn Leute wie Stoffel nicht in die Formel 1 kommen, stimmt im System etwas nicht," ist sich der Mercedes-Teamchef sicher.

Jenson Button, Fernando Alonso, Stoffel Vandoorne

Das dritte Rad am Wagen? Jenson Button, Fernando Alonso und Stoffel Vandoorne Zoom

Fakt ist, dass Fernando Alonsos McLaren-Vertrag für 2017 bereits in trockenen Tüchern ist. Die Zukunft von Jenson Button ist unterdessen noch offen. Der Brite wird im kommenden Januar zwar 37 Jahre alt, die Formel-1-Rente dürfe in seinen Augen aber gerne noch etwas warten. Nicht nur in Belgien wird der Name Vandoorne als Alternative für Button in der Gerüchteküche immer wieder aufgekocht, wenn es um die zukünftige Fahrerpaarung bei McLaren geht. Auch ein Wechsel zu Renault - anstelle von Jolyon Palmer - wird im Fahrerlager nicht ausgeschlossen.

McLaren-Teamchef Eric Boullier kann in Spa-Francorchamps über die Aussagen von Wolff nur schmunzeln: "Totos Kommentar kommentiere ich nicht," gibt sich der Teamchef gelassen auf solche Störfeuer. Auch Button kann über solche Ablösegerüchte angesichts seiner Top-10-Platzierung am Samstagnachmittag nur schmunzeln: "Ich habe in der Qualifikation gesprochen."

"Ich habe in der Qualifikation gesprochen." Jenson Button

Spa sei immer ein gutes Pflaster für McLaren gewesen, so der Brite. Auch seine Rundenzeiten im zweiten und dritten Drittel müssten sich nicht verstecken. Tatsächlich gelang Button ein starker neunter Platz in den Ardennen. "Wir müssen entsprechend der McLaren-Strategie entscheiden," lässt Boullier die Fahrerpaarung 2017 dennoch weiter offen.