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  • 14.03.2010 20:14

Hamilton: "Sind nicht allzu weit weg"

Der McLaren-Mercedes-Pilot auf der Pressekonferenz über sein Rennen zum dritten Rang und warum er Felipe Massa am Schluss nicht angreifen konnte

(Motorsport-Total.com) - Frage: "Wie ist es, nun mit sehr schweren Autos in das Rennen zu gehen? Wie fühlt sich dies aus Sicht des Fahrers an?"
Lewis Hamilton: "Es ist eine andere Herausforderung. Es gestaltet die Rennen definitiv nicht aufregender, weil man dadurch nicht besser überholen kann. Ich war nicht in der Lage zu folgen. Auf der ersten Hälfte des Kurses lag ich dicht hinter Nico, aber sobald wir durch die schnellen Sektoren fuhren, war es unmöglich, hinten dran zu bleiben. Mit diesen Reifen hier hat man einfach nicht ausreichend Haftung, um dran zu bleiben."

Lewis Hamilton

Lewis Hamilton ist froh, dass das Auto über viel Potenzial verfügt Zoom

"Ich denke jedoch, dass wir eine interessante Saison vor uns liegen haben. Stück für Stück lernen alle, wie wir die Reifen verwenden müssen. Das ist wohl der interessanteste Teil, die Reifen zu verstehen, zu versuchen, die Benzin-Menge zu reduzieren und zu wissen, wann man attackieren muss und wann man nicht attackieren sollte. Das ist die wahre Herausforderung."#w1#

Frage: "Du hast gesagt, dass dieses Ergebnis mehr war, als du erwartest hattest. Wo hast du das Gefühl fehlt es euch? Wisst ihr es?"
Hamilton: "Wir hatten einen guten Tag. Ich denke, dass unsere Geschwindigkeit im Rennen wesentlich stärker war als unsere Geschwindigkeit im Qualifying. Wie ich schon sagte, wurde ich lange Zeit von Nico aufgehalten. Ich war im ersten und im letzten Sektor schneller als er, aber es war zu schwierig, im mittleren Sektor mit ihm mitzuhalten."

"Meiner Meinung nach mangelt es uns im Vergleich zu Ferrari und besonders im Vergleich zu Red Bull an Abtrieb. Wir sind jedoch in keiner schlechten Position. Ich denke, dass wir einfach versuchen müssen, ihnen einen Schritt näher zu kommen, was es uns erlauben wird, um den Sieg zu kämpfen."

"Wenn ich heute nicht während der ersten Hälfte des Rennens hinter Nico festgehangen wäre, dann wäre ich den Jungs vielleicht etwas näher gekommen, und vielleicht hätte ich eine Chance gehabt, am Ende gegen Felipe zu kämpfen. Aber so war es, und ich bin sehr glücklich über den dritten Rang."

Frage: "Als Felipe Benzin sparte, da warst du nicht viel näher dran, du bist so ziemlich auf dieselben Zeiten gekommen."
Hamilton: "Ja. Es gab einen Punkt, da war der Abstand so groß, dass ich dachte, dass ich besser nach den Reifen schaue. Und dann realisierte ich, dass ich deutlich schneller war als er. Ich glaube, dass ich eine halbe Sekunde schneller war, also begann ich, Druck zu machen."

"Ich glaube, dass ich in manchen Runden um 0,8, in anderen um 0,2 Sekunden aufholte. Ich war also wirklich schneller, aber es gab nicht ausreichend Runden, um auf ihn aufholen zu können, dazu war der Abstand zu groß."

"Es gab fünf Runden, in denen ich sieben Sekunden hätte aufholen müssen. Und wenn ich erst einmal auf ihn aufgeholt hätte, dann hätte es ein paar Runden benötigt, um an ihm vorbei zu kommen. Also dachte ich, dass ich mich besser um mein Auto kümmere."


Fotos: Lewis Hamilton, Großer Preis von Bahrain


Frage: "Ist es eine klare Angelegenheit, das Haushalten mit den Reifen?"
Hamilton: "Dies ist etwas, über das man im Verlauf eines Wochenendes und im Rennen lernt. Wenn man startet, dann diktiert der Kerl an der Spitze das Tempo, und man versucht, es von da an zu kontrollieren. Das Rennen ist eine ziemlich klare Angelegenheit."

"Man startet mit viel Benzin, man absolviert einen Stopp. Es ist die gesamte Zeit über wie ein Zug. Ich dachte, dass es schwieriger sein würde, mit den Reifen umzugehen, aber das war es nicht, das war eine ziemlich einfache Angelegenheit."

Frage: "Nach dem ersten Boxenstopp warst du in der Lage, das Tempo der drei Jungs vor dir mitzugehen. Was passierte zu diesem Zeitpunkt des Rennens? Ist dies ein valides Spiegelbild der Geschwindigkeit dieser drei Autos, oder hat die Spitze es in diesem Moment aufgrund der Abnutzung der Reifen etwas lockerer angehen lassen?"
Hamilton: "Ich denke, dass es zu diesem Zeitpunkt die wahre Geschwindigkeit unseres Auto war. Ob diese auf dem weichen Reifen dieselbe gewesen wäre, weiß ich nicht. Aber ich war den gesamten Rennabschnitt über in Nicos Heck gehangen und unglücklicherweise war ich nicht mehr Lage, jene Zeit gutzumachen, die ich benötigte. Diese Jungs zogen mir einfach davon."

"Ich kam auf der Rückgerade an und da waren sie schon um die nächste Kurve abgebogen. Der Abstand hatte sich also vergrößert, zu dieser Zeit konnte ich nichts unternehmen. Aber als ich erst einmal freie Bahn vor mir hatte und über neue Reifen verfügte, da fühlte sich das Auto großartig an."

"Ich denke, dass meine Geschwindigkeit ganz gut war. Es ist gut zu wissen, dass wir in der Lage sind, mit den Jungs vor uns mitzuhalten oder zumindest ähnliche Zeiten zu fahren. Das zeigt, das wir nicht allzu weit weg sind, so wie wir dies zunächst dachten."