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Grosjean: "Atmosphäre im Team viel besser als 2009"

Romain Grosjean spricht über seinen tiefen Fall nach dem Formel-1-Einstieg 2009 und erklärt, inwiefern sich das Team seit dem Ende von Flavio Briatore geändert hat

(Motorsport-Total.com) - An Romain Grosjean haftete bereits der Nimbus des Gescheiterten, als er 2009 von Renault als Ersatz von Nelson Piquet mit Saisonende vor die Tür gesetzt wurde. Der Franzose hatte jahrelang auf die Formel 1 hingearbeitet, schlug sich in den Nachwuchs-Serien durchaus beachtlich, ehe er dann nur sieben Rennen Zeit hatte, um sich zu beweisen. Vielen blieb das Bild in Erinnerung, als Grosjean in Singapur an der gleichen Stelle crashte, wo sein Vorgänger Piquet im Jahr davor auf Befehl seines Teams absichtlich in die Mauer gefahren war.

Eric Boullier, Romain Grosjean

Eric Boullier war an Romain Grosjeans Comeback nicht unbeteiligt

2010 lag die Formel 1 für Grosjean plötzlich in weiter Ferne - er musste in die GT1-WM ausweichen. "Das war zäh", gibt der nunmehrige Lotus-Pilot gegenüber 'Autosport' zu. "Es gab einen Punkt, da dachte ich, dass es jetzt sehr schwierig werden würde, in die Formel 1 zurückzukehren. Die Leidenschaft war aber immer da."

GP2 war kein Plan B

2011 unternahm er einen zweiten Anlauf in der GP2-Serie. Mit Erfolg, denn der klare Meistertitel verhalf ihm schließlich zum Formel-1-Comeback. "Ich würde nicht sagen, dass die GP2 mein Plan B war", sagt er. "Es war Plan A, um in die Formel 1 zurückzukehren. Die Mission war, das Team zu führen, DAMS an die Spitze zurückzubringen und einen Anlauf auf den Titel zu unternehmen. Es lief gut."

"Es gab einen Punkt, da dachte ich, dass es jetzt sehr schwierig sein würde, in die Formel 1 zurückzukehren." Romain Grosjean

Grosjean ist vor allem dankbar, dass ihm seine Unterstützer stets die Stange hielten. Er wird von Eric Boulliers Management-Firma Gravity betreut - jetzt ist sein Manager gleichzeitig sein Teamchef. Dennoch ist der Druck groß, denn nun muss er beweisen, dass er seit seinem verunglückten ersten Anlauf Fortschritte gemacht hat.

Er fühlt sich weder als Rookie, noch als erfahrener Mann: "Ich fuhr meine sieben Rennen vor zwei Jahren. Ich bin also irgendwie beides. Als Formel-1-Fahrer kann man immer etwas lernen, ich bin froh, wieder hier zu sein und ich werde wie damals mein Bestes geben."

Bessere Atmosphäre im Team

Dennoch fühlt er sich anders als 2009: "Ich bin durch eine harte Zeit gegangen. Das hat mir zu mehr Reife und Verständnis verholfen. Dadurch bin ich in die GP2 gekommen und habe dort den Titel geholt. Dann sicherte ich mir den Platz bei Lotus."

"Es ist angenehm, wenn man spürt, dass das Team hinter dir steht." Romain Grosjean

Auch beim Team aus Enstone hat sich in der Zwischenzeit einiges getan: 2009 wurde der Rennstall von Flavio Briatore geleitet, Starpilot Fernando Alonso war die zweite Schlüsselfigur. Beide haben das Team verlassen, die Besitzverhältnisse haben sich ebenfalls geändert. Und die Atmosphäre ist laut Grosjean besser als in der Vergangenheit: "Sie ist viel besser, viel entspannter und alle arbeiten in die gleiche Richtung. Es ist angenehm, wenn man spürt, dass das Team hinter dir steht. Ich bin aber dennoch froh, dass ich die vergangenen Erfahrungen gemacht habe."

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