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  • 07.03.2008 · 10:02

  • von Roman Wittemeier

Glock: Godzilla im Toyota-Team

Warum Timo Glock als jugendlicher Rennfahrer kaum Schlaf bekam und der Toyota-Neuling von einem Ex-Kollegen "Godzilla" genannt wurde

(Motorsport-Total.com) - Timo Glock startet mit Toyota in der bald beginnenden Saison in sein erstes volles Formel-1-Jahr. Nachdem der 25-Jährige bereits im Jahr 2004 ein kurzes Gastspiel mit Jordan in der Königsklasse gab, führte ihn sein Weg über die amerikanische ChampCar-Serie und die GP2 nun wieder zurück in den Grand-Prix-Sport. Obwohl Glock erst seit Jahresbeginn auf der Lohnliste von Toyota steht, hat er schon einige Elemente der fernöstlichen Kultur verinnerlicht.

Timo Glock

Timo Glock geht topfit in seine erste volle Formel-1-Saison mit Toyota

"Wenn ich etwas mehr Zeit habe, nehme ich Yoga-Unterricht", erklärte der Odenwälder der 'BILD'. Er benötige für seinen Sport neben einem starken Körper auch einen gesunden Geist und dabei könne ihm Yoga helfen. Mit Kampfeswillen und Durchhaltevermögen sowie analytischen Fähigkeiten zur Weiterentwicklung des Autos will sich Glock in der Formel 1 etablieren.#w1#

Der gelernte Gerüstbauer geht topfit in die Debütsaison: "Ich habe viel trainiert in den vergangenen Monaten. Aber wenn ich noch Gerüstbauer wäre, müsste ich überhaupt nicht trainieren. Früher im alten Job hatte ich so dicke Unterarme wie Popeye. Ein Ex-Kollege verpasste mir darum den Spitznamen Godzilla." Der 25-Jährige weiß um seine körperliche Fitness, stellt sie aber ungern zur Schau.

Gerüstbauer auf der Toyota-Baustelle

"Der Waschbrett-Bauch ist ein netter Nebeneffekt. Aber ich brauche keinen Körperkult. Ich will schnell sein. Im Sommer muss ich nicht vor der Eisdiele oben ohne rumlaufen, um Frauen abzugrasen", beschrieb Glock, der seit rund einem Jahr mit Pädagogik-Studentin Michaela aus Vechta liiert ist. Auch Ernährungssünden lässt der Motorsport-Profi zu: "Eine Currywurst mit Pommes oder ein Döner ist was Feines."

Glock hatte im Alter von 17 Jahren im elterlichen Betrieb die Ausbildung zum Gerüstbauer absolviert. "Wenn es schlagartig mit Motorsport vorbei wäre, würde ich wieder bei meinem Vater anfangen. Ich habe das geliebt. Ich bin nach Nachwuchsrennen oft Sonntagnacht um drei Uhr nach Hause gekommen. Mein Vater stand dann um sechs Uhr im Zimmer und hat mich geweckt und ich musste dann direkt auf den Bau", beschrieb Glock seine Handwerker-Zeiten.