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"Game of Thrones": Nach Marko hat auch Horner angerufen

Auf einer Couch in Moskau, im Fernsehen läuft "Game of Thrones": Christian Horner erzählt, wie er Daniil Kwjat einen gemütlichen Tag kaputt gemacht hat

(Motorsport-Total.com) - Daniil Kwjat lag am Mittwoch nach seinem Heim-Grand-Prix in Sotschi entspannt auf der Couch in seinem Moskauer Appartement. Er schaute "Game of Thrones", ahnte nichts Böses, telefonierte 20 Minuten mit Helmut Marko und legte sich anschließend wieder hin. Irgendwann dazwischen hatte er erfahren, dass er ab Barcelona nicht mehr im Red Bull sitzen würde.

Daniil Kwjat

Daniil Kwjat hatte am Mittwoch nach Sotschi keine Ruhe auf der Couch Zoom

Aber Marko war nicht der einzige Red-Bull-Manager, der Kwjat am 4. Mai angerufen hat. "Ich habe mit ihm gesprochen, nachdem Helmut sein TV-Programm unterbrochen hatte. Ich habe es für ihn beendet", grinst (Ex-)Teamchef Christian Horner gegenüber 'Sky Sports F1'. Tatsächlich habe man Kwjat aber gar nicht fallen gelassen, sondern: "Er ist immer noch Teil der Red-Bull-Gruppe."

"Wir haben über das Szenario gesprochen. Das ist nicht das Ende der Welt für ihn. Er ist immer noch in einem konkurrenzfähigen Cockpit. Das sollte er als Vertrauen von Red-Bull-Seite sehen", findet Horner. "Es gab andere Fahrer, mit denen wir die Beziehung ganz beendet haben. Red Bull investiert Millionen in die beiden Teams. Dass Daniil im Toro Rosso sitzt, zeigt das Vertrauen von Red Bull."

Für Kontroversen hatte nach Sotschi auch gesorgt, dass Sebastian Vettel nach der Startkarambolage zu Horner gestürmt war. In den sozialen Netzwerken wurde daraus prompt eine Verschwörungstheorie gesponnen: Vettel habe auf seinen ehemaligen Chef immer noch großen Einfluss - und soll in seiner Rage die sofortige Entlassung Kwjats gefordert haben.

"Seb hat gesagt, ich soll Verstappen für das nächste Rennen in den Red Bull setzen", reagiert Horner auf diese Gerüchte - und lacht dabei laut! Anschließend bestätigt er Vettels Darstellung, dass der Fahrertausch schon länger angedacht war: "Die Entscheidung wurde nicht in den ersten hundert Metern in Russland getroffen."

"Wir haben viele Daten und Informationen, wie die Jungs sich entwickeln. Nur danach haben wir entschieden", so Horner. "In China hat Daniil nichts falsch gemacht, in Russland war das eine andere Geschichte. Sebastian hat seinen Gefühlen Luft verschafft. Er hatte aber gar keinen Einfluss auf die Entscheidung."

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