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Kwjats Toro-Rosso-Einstand: 1,2 Sekunden fehlen auf Sainz

Toro Rosso-Fahrer Carlos Sainz erzielt fünftbeste Trainingszeit und setzt Neu-Teamkollege Daniil Kwjat damit weiter unter Druck

(Motorsport-Total.com) - Tag 1 für Daniil Kwjat im neuen Toro-Rosso-Team - Der Russe musste sich beim Freien Training bei der Formel 1 2016 in Spanien mit 1,244 Sekunden Rückstand auf Neu-Teamkollege Carlos Sainz zufriedengeben - in der Formel 1 eine halbe Ewigkeit. Auch im Teamvergleich zu Max Verstappen hatte der Russe das Nachsehen. Der Niederländer kam bei Red Bull 0,181 Sekunden an die Zeit von seinem neuen Teamkollegen Daniel Ricciardo ran.

Daniil Kwjat

Daniil Kwjat fehlten 1,2 Sekunden beim Teamkollegen-Duell Zoom

"Das Team hat mich wirklich herzlich in Empfang genommen, sodass wir gemeinsam gut arbeiten," kommentiert Daniil Kwjat seinen Toro-Rosso-Einstand. "Es war mein erster Freitag mit dem Team, sodass ich viele Dinge kennenlernen und für mich anpassen musste. Dazu gehört auch den besten Kompromiss für morgen zu finden. Wir haben vom heutigen Tag definitiv viel gelernt und wissen, in welche die Richtung es gehen muss, um am restlichen Wochenende einen Schritt nach vorne zu machen. Ich fühle mich schon wie zu Hause hier."

Carlos Sainz schloss die Freien Trainings mit einem achten beziehungsweise fünften Platz ab, sodass der Spanier vor heimischem Publikum glänzte: "Es war ein wirklich guter Freitag - vielleicht sogar zu gut! Es war einer meiner besten Freitage als Formel-1-Fahrer. Wir haben keine Fehler auf der Strecke gemacht." Zugleich warnt der Lokalmatador aber: "Es sieht so aus, dass es morgen sehr viel enger sein wird als heute. Ich habe das Gefühl, dass wir ein starkes Wochenende in Barcelona haben können, worauf ich mich wirklich sehr freue!"

"Es war einer meiner besten Freitage als Formel-1-Fahrer. Wir haben keine Fehler auf der Strecke gemacht." Carlos Sainz

Daniil Kwjat erreichte "nur" den zwölften beziehungsweise 15. Platz. Auffällig: Toro Rosso fuhr in Barcelona mit der härtesten Pirelli-Reifenmischung und war sogar das einzige Team, das mit dieser Gummimischung ein zweites Mal auf Longrun-Zeitenjagd ging - ein Indiz für die Taktik am Sonntag? Im Hinblick auf das Rennen macht Experte Marc Surer dem Toro-Rosso-Neuankömmling Mut: "Die Longrun-Zeiten von Kwjat sind gar nicht schlecht."

Kritisch im Blick hatte auch Red-Bull-Motorsport-Berater Helmut Marko den in der Formel-1-Branche nicht unumstrittenen Red-Bull-Fahrertausch: "Bei Kwjat gibt's noch ein bisschen ein Problem mit dem Sitz, er ist ja doch relativ groß. Aber ich bin überzeugt, dass er sich dort auch bald wieder in seiner vollen Stärke zeigen wird." Der Österreicher glaube fest an WM-Punkte: "Bei Toro Rosso und Kwjat erwarten wir, dass er sich wieder fängt und zu seiner alten Stärke zurückfindet, dass der Druck von ihm weggeht, der durch diese zwei Kollisionen noch mehr gestiegen ist."

Phil Charles, Chef-Renningenieur bei Toro Rosso, zeigt sich trotz über einer Sekunde Rückstand auf Teamkollege Sainz zufrieden mit seinem neuen Schützling: "Das ganze Team ist sehr glücklich mit ihm zu arbeiten. Er bringt uns rund um die Briefings zum Lachen!" Damit auch auf der Strecke gelacht werden kann, müsse das Auto noch speziell auf Daniil Kwjats Fahrstil eingestellt werden. Dies sei auch für die Reifen nötig, um diese bestmöglich zum Arbeiten zu bringen. "Aber nichts, was zu schwierig sein sollte. Daher bin ich zuversichtlich, dass er 'oben dran' sein wird an diesem Wochenende."

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