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#ForzaJules: Plakate, Aufkleber und Wünsche an jeder Ecke

Die Formel 1 solidarisiert sich mit dem verunglückten Jules Bianchi: In Sotschi finden sich überall Grußbotschaften, das Thema ist allgegenwärtig

(Motorsport-Total.com) - Immer wenn es um das Schicksal eines Kollegen geht, rückt die Formel 1 enger zusammen. Im sonst häufig steril wirkenden Fahrerlager menschelt es in den Tagen nach Suzuka. Egal ob Fahrer, Journalisten, Fans oder Teammitglieder: Alle solidarisieren sich mit dem in Japan verunglückten Jules Bianchi und zeigen ihre Unterstützung und guten Wünsche.

Jules Bianchi

Obwohl Jules Bianchi nicht in Sotschi ist, ist er vor Ort allgegenwärtig Zoom

Riesige Genesungsplakate wurden enthüllt, und in den sozialen Netzwerken wurden schon die wärmsten Grüße an den Franzosen ausgeteilt. Der Hashtag #ForzaJules war weltweit in den Twitter-Trends und findet sich auch an vielen Orten im Fahrerlager von Sotschi wieder. So prangt die Botschaft beispielsweise auf der Motorenabdeckung von Ferrari oder dem Helm von Lewis Hamilton (Mercedes).

Bianchis Landsmann Jean-Eric Vergne (Toro Rosso) hat die zur Schau gestellte Solidarität derweil noch einmal auf ein neues Level gehoben. Der Franzose verteilte heute im Fahrerlager Aufkleber mit der Botschaft: "Tous avec Jules #17" - also "Alle mit Jules #17". Bei den Kollegen kam diese Aktion des Toro-Rosso-Piloten sehr gut an: Viele Piloten posteten Bilder von sich, ihrem Helm und den Aufklebern, die sie im Rennen zu Ehren des Marussia-Piloten tragen werden.

Doch dabei soll es nicht bleiben. Nico Rosberg versprach heute: "Wir werden auch mit Sicherheit noch einmal ein Zeichen setzen, um die Familie und die Freunde von Jules zu unterstützen." Wie das aussehen wird, wird sich erst noch zeigen, doch in Sotschi drehte sich heute alles nur um ein Thema: Die Gesundheit von Jules Bianchi und wie man solche Unfälle in Zukunft vermeiden kann. Von der Russland-Premiere sprach hingegen kaum einer.

Vier Tage ist es mittlerweile her, seit Bianchi am Sonntag beim Großen Preis von Suzuka schwer verunglückt war. Der Franzose war auf regennasser Fahrbahn mit seinem Marussia von der Strecke abgekommen und unter ein Bergungsfahrzeug gekracht, wobei er sich schwere Kopfverletzungen zuzog. Derweil befindet er sich immer noch auf der Intensivstation im Klinikum von Yokkaichi. Er soll sich in einem kritischen, aber stabilen Zustand befinden.