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FIA-Präsident Jean Todt sieht Probleme, aber keine Krise

Dass in der Formel 1 nicht alles perfekt ist, sieht FIA-Präsident Jean Todt ein, doch der Franzose sieht die Serie nicht in der Krise und stellt sich vor die Technologie

(Motorsport-Total.com) - Die Formel 1 steckt mehr denn je in einer Popularitätskrise. Von allen Seiten wird die Königsklasse in diesen Tagen kritisiert, sei es von enttäuschten Fans oder von Personen innerhalb der Serie, die mehr als unzufrieden mit der aktuellen Situation sind. Die Kosten sind zu hoch, die Autos sind zu leise, Traditionsstrecken sterben aus und die Mercedes-Dominanz langweilt die Zuschauer, so lauten die größten Kritikpunkte aktuell.

Jean Todt

Jean Todt möchte in der Formel 1 nicht alles schlecht reden Zoom

Auch FIA-Präsident Jean Todt, der die getroffenen Beschlüsse der letzten Jahre nun ausbaden muss, sieht ein, dass in der Formel 1 nicht alles perfekt ist: "Es gibt immer etwas zu korrigieren", sagt er laut der französischen Zeitung 'Nice Matin'. "Leider tragen die Leute, die in der Formel 1 arbeiten, nicht immer eine positive Message mit sich herum, und die Kosten in der Meisterschaft sind ebenfalls zu groß", räumt er ein.

Letzteres ist aktuell der größte Kritikpunkt innerhalb des Fahrerlagers. Kleine Teams können die immensen Kosten der neuen Hybridtechnologie kaum tragen und stehen wie Manor-Marussia, Sauber oder Force India am Rande der Existenz. Doch während Todt nach einer Lösung für das Problem sucht, stellt er sich ganz klar vor die neue Technologie, obwohl diese von vielen als zu kompliziert angesehen wird.

"Wir haben immer gesagt, dass wir die Verbindung zwischen Renn- und Straßenwagen herstellen müssen. Wir können nicht auf manuelle Getriebe zurückgehen, wenn jeder andere einen Onboard-Computer benutzt", so der Franzose, der die Formel 1 als "Labor für die Entwicklung neuer Technologien" sieht.


Fotostrecke: F1 Backstage: Monte Carlo

Helfen könnte vermutlich schon eine finanzielle Revolution, schließlich generiert die Formel 1 trotz rückläufiger Zuschauerzahlen weiterhin Einnahmen in Milliardenhöhe. Doch das Geld kommt leider sehr ungerecht verteilt zu den Teams: "Das offensichtliche Problem ist die Verteilung der Einnahmen an die Teams, aber die FIA schreitet nicht ein", sagt er. "Zuerst hat jeder das vorgeschlagene System gebilligt, und jetzt streiten sich einige darüber."

Worin der FIA-Präsident allerdings kein Problem sieht, ist die Dominanz von Mercedes. Ständig wird versucht, durch Reglementsänderungen mehr Spannung zu erzeugen, die aber meist blockiert werden. Doch für Todt braucht es gar keine Regelrevolution: "Bei den French Open wurden neun der letzten zehn Turniere von Rafael Nadal gewonnen. Muss man deswegen die Regeln ändern? Nein, man muss einfach besser als er sein. So ähnlich ist das auch in der Formel 1", sagt er zu 'Canal Plus' und hat einen Rat: "Ich glaube, dass die Formel 1 generell in guter Form ist, aber vielleicht reden die Leute nicht genug darüber."

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