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Ferrari: Stolperstart erlaubt, aber dann...

Bei Ferrari rechnet man mit einem schwierigen Start in die Saison - Die Führungsetage will aber auch deutliche Verbesserungen sehen

(Motorsport-Total.com) - Wenn Sebastian Vettel am 15. März zum ersten Mal in rot gekleidet in der Startaufstellung von Melbourne steht, dann sollte er nicht allzu viel von seinem Auftakt mit Ferrari erwarten. Das gab unlängst sogar der Scuderia-Präsident Sergio Marchionne zu. Die Aufgabe, der sich das Traditionsteam vor der Formel-1-Saison 2015 gegenübersieht, wird dabei wohl nicht einfacher zu bewerkstelligen sein, als im vergangenen Jahr. Wie konkurrenzfähig man schon zu Saisonstart sein kann, wird sich zeigen. Die Team-Verantwortlichen wollen jedenfalls eine klare Steigerung sehen.

Sebastian Vettel

Sebastian Vettel wird bei Ferrari erst einmal geduldig sein müssen Zoom

"Ferrari arbeitet hart", weiß John Elkann, Vorstand der Fiat-Chrysler-Gruppe, der sich gegenüber der italienischen 'La Repubblica' äußerte. "Wir sind uns alle darüber bewusst, auf was wir aufbauen müssen. Das wichtigste wird es in diesem Jahr aber sein, sich deutlich zu verbessern."

"Ehrlich gesagt ist ein Besuch des Podiums schon das Maximum", gab Marchionne bereits als Ziel für Vettel und Teamkollege Kimi Räikkönen beim Grand Prix von Australien in sieben Wochen vor. Danach soll das Aufholrennen gegenüber der Konkurrenten von Mercedes, Red Bull und Williams, die sich in der abgeschlossenen Saison von Ferrari absetzen konnten, beginnen. Und die Rivalen sind gewarnt. So glaubt zum Beispiel Mercedes-Aufsichtsratsvorsitzender Niki Lauda, dass es den viermaligen Weltmeister Vettel nicht ohne Grund nach Italien gezogen hat.


Sebastian Vettel testet erstmals Ferrari

"Bei Sebastian kann ich die Gründe für seinen Wechsel nachvollziehen, er suchte neue Motivation und die Herausforderung, Ferrari auf Trab zu bringen", so Lauda gegenüber den 'Salzburger Nachrichten'. "Er weiß um das Risiko seines Jobs. Renault wird sich verbessern, und Red-Bull-Technikchef Adrian Newey weiß, wie man ein gutes Auto baut. Red Bull Racing wird uns näher kommen, wie weit, ist die Frage. Bei Ferrari weiß man noch nicht viel."

Ob der neue Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene die Scuderia dabei wieder zu alter Stärke führen kann, vermag Lauda, der zwei seiner drei Weltmeistertitel mit Ferrari holte und der Scuderia in den 1990er-Jahren als Berater diente, nicht vorauszusagen: "Dass ein Marketingmann Ferrari-Teamchef wurde, will ich nicht kommentieren, Marchionne wird von ihm überzeugt sein. Der Maßstab ist der Erfolg."

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