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  • 26.08.2001 · 12:50

Ferrari-Chef erwartet von Schumacher Wasserträger-Dienste

Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo hat angekündigt, dass es in den letzten Rennen eine Stallorder geben könnte

(Motorsport-Total.com/dpa) - Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo erwartet für den Rest der Formel-1-Saison "Wasserträger"-Dienste von seinem Weltmeister Michael Schumacher zu Gunsten des Brasilianers Rubens Barrichello. "Rubens war in der Vergangenheit bereit, Michael zu helfen, und wenn es die Bedingungen in den kommenden Rennen zulassen, wird Michael Schumacher nun Rubens auf dem Weg zur Vize-WM helfen", sagte der Chef des italienischen Unternehmens in einem Interview der 'Welt am Sonntag'. Teamorder schloss di Montezemolo nicht aus: "Das wird von der Situation des Rennens abhängen."

Todt und di Montezemolo

Luca di Montezemolo (rechts) will Barrichello zum Vizechampion machen Zoom

Voraussichtlich braucht es aber in den noch ausstehenden vier Grand Prix dieser Saison keine Stallregie zu Gunsten der bisherigen Nummer zwei im Team. Schumacher selbst hatte bereits angekündigt, den brasilianischen Kollegen und nicht etwa seinen Bruder Ralf im Kampf um Platz zwei in der Weltmeisterschaft zu unterstützen: "Das ist doch selbstverständlich."

Der Präsident machte Schumacher, der vor einer Woche zum vierten Mal Weltmeister wurde, ein großes Kompliment. "Er ist der beste Ferrari-Fahrer von allen", sagte di Montezemolo mit Blick auf die lange Formel-1-Geschichte der "Scuderia". Schumacher habe sowohl eine mächtige Motivation, um Rennen zu gewinnen, aber er kümmere sich auch um Details. Der Kerpener habe eine "tadellose und korrekte Einstellung" zum Team und stehe der Firma auch in schwierigen Zeiten sehr nahe.

Für den Ferrari-Chef gibt es keinen Zweifel, dass der Rheinländer auch nach seiner sportlichen Karriere für das italienische Team tätig sein wird. "Ich denke, Michael wird, sicher in einer anderen Position, aber weiter in der Ferrari-Fiat-Familie ein festes und hoch geehrtes Mitglied bleiben." Zudem betonte di Montezemolo nach einem kritischen Zeitungsartikel in der Vorwoche, dass Schumacher mittlerweile in Italien sehr beliebt sei. "Es gab noch nie zuvor zwischen Italien und Michael Schumacher einen so großen Flirt wie jetzt."

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