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Fernandes verabschiedet sich - Caterham verkauft

Tony Fernandes, der sich via 'Twitter' verabschiedete, hat nicht mehr die Kontrolle über den Caterham-Rennstall - Neue Eigentümer aus dem arabischen Raum

(Motorsport-Total.com) - Laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' hat das Caterham-Team den Besitzer gewechselt und ist damit nicht mehr in den Händen von Caterham-Boss Tony Fernandes. Dies stimmt mit dessen heutigen Postings auf 'Twitter' überein, wo sich der in den sozialen Netzwerken überaus aktive Malaysier mit viel Pathos verabschiedet hat.

Caterham, Logo

Wie geht es mit dem Caterham-Rennstall in der Formel 1 weiter? Zoom

"Die Formel 1 hat nicht funktioniert", twitterte Fernandes heute Morgen. "Ich werde heute meinen 'Twitter'-Account schließen. Wagt es, zu träumen, glaubt das Unglaubliche und akzeptiert kein Nein als Antwort. Steht hinter dem, woran ihr glaubt, kämpft gegen Unterdrückung und - am allerwichtigsten - genießt das Leben." Abschließend ergänzte er: "Vielleicht kehre ich zurück." Noch sind eine offizielle Bekanntgabe des Teamverkaufs und ein offizieller Käufer ausständig - er soll aber laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' aus dem arabischen Raum stammen.

Turbulente Teamgeschichte

Der Caterham-Rennstall geht ursprünglich aus dem Lotus-Team hervor, das 2010 gemeinsam mit dem damaligen Virgin-Rennstall (heute Marussia) und HRT in die Formel 1 eingestiegen ist. Die drei Teams waren ursprünglich von einer Budgetobergrenze von 45 Millionen Euro ausgegangen, doch nach Max Mosleys Aus als FIA-Boss wurde dieser Plan nicht umgesetzt. Dadurch fuhren die Teams deutlich hinterher - HRT musste bereits Ende 2012 die Segeln streichen.

Der leidige Rechtsstreit um die Lotus-Namensrechte mit dem Rennstall aus Enstone bereitete Fernandes zusätzliche Probleme, weshalb dieser das Team 2012 in Caterham umbenannte - ein Unternehmen, das ebenfalls zur Unternehmensgruppe des malaysischen Geschäftsmannes gehört, der vor allem durch seine Fluglinie AirAsia bekannt ist.

Ende 2012 zog sich Fernandes aus dem Formel-1-Tagesgeschäft zurück und ernannte den ehemaligen Renault-Mann Cyril Abiteboul als seinen Nachfolger. Der Franzose soll wieder zu Renault zurückkehren und die Motorenabteilung in Viry-Chatillon neu strukturieren.

Kürzliche Rückschläge brachten Fass zum Überlaufen

Laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' lastet auf Caterham ein Schuldenberg von 20 Millionen Euro. Die Perspektive für die kommende Saison ist dürftig, schließlich sitzt man nach Marussia-Pilot Jules Bianchis neuntem Platz in Monaco in der Konstrukteurs-WM am Ende des Feldes fest, für den man nicht in den Genuss von Bernie Ecclestones TV-Geldern kommen würde.

Auch der einst groß angekündigte Alpine-Deal hat sich nachträglich als Reinfall erwiesen. Nach Informationen von 'Motorsport-Total.com' war die Zusammenarbeit mit den Franzosen gleichbedeutend mit einem Preisnachlass bei den Antriebseinheiten für das Formel-1-Team, doch das Joint-Venture wurde kürzlich beendet. Dadurch muss man auch die offenen Rechnungen für die Triebwerke selber zahlen.

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