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F-Schacht: Red Bull lässt nicht locker

Neben Lotus hat auch Red Bull noch nicht vor, den Mercedes-F-Schacht einfach so hinzunehmen - Protest weiterhin nicht ausgeschlossen

(Motorsport-Total.com) - Vor allem Renault hat in den vergangenen Wochen gegen das umstrittene F-Schacht-System von Mercedes mobil gemacht, doch nach mehrmaliger Klarstellung durch die FIA, die die Mercedes-Erfindung immer noch für legal hält, schien die Diskussion schon beendet. Nach dem Grand Prix von Malaysia kam aber noch einmal frischer Wind in die Auseinandersetzung, denn erst wurde bekannt, dass Lotus-Technikchef James Allison bei der FIA eine technische Argumentation gegen die Legalität des F-Schachts vorgelegt hat, und nun stellt auch Red Bulls Christian Horner klar, dass er nicht vorhat, das Thema auf sich beruhen zu lassen.

Christian Horner

Red-Bull-Teamchef Christian Horner lässt gegen den F-Schacht nicht locker Zoom

Man habe in Malaysia mit dem Technischen Delegierten der FIA, Charlie Whiting, gesprochen, von dem man sich nun erneut eine endgültige Klarstellung erwartet: "Ich glaube, er wollte darüber nachdenken, und wenn er uns in China seinen Standpunkt unterbreitet, werden wir diesen natürlich respektieren", erklärt der Red-Bull-Teamchef gegenüber 'Sky Sports F1'. Mit Whiting müsse man danach nicht weiter diskutieren, denn: "Dann können sich die Teams Alternativen überlegen."

Die da wären: "Entweder akzeptieren und nach vorne schauen oder probieren, ob es für das eigene Auto auch so eine Lösung gibt", so Horner. "Es gibt auch die Möglichkeit, Protest einzulegen, falls wir oder ein anderes Team Charlies Interpretation nicht zustimmen sollten." Denn ein eigenes System zu entwickeln, ist gar nicht so einfach, weil der F-Schacht natürlich ins Gesamtkonzept des Autos eingearbeitet werden muss.


Alle Topteams haben sich die Mercedes-Innovation schon genau angesehen, glaubt Horner, aber: "Bevor wir uns darauf einlassen, Teile zu bauen und Geld dafür auszugeben, ist es für uns wichtig, zu wissen, ob das Ganze für den Rest der Saison erlaubt sein wird. Denn häufig sehen wir irgendwann technische Richtlinien, in denen festgehalten wird, dass irgendetwas doch nicht mit dem Reglement übereinstimmt."

Red-Bull-Motorsportkonsulent Helmut Marko hatte schon in Malaysia angekündigt, dass "die Sache noch nicht zu Ende" ist. Nächste Gelegenheit für Lotus und Red Bull, bei den FIA-Kommissaren offiziell Protest einzulegen, ist am 12. April, also am Tag des FIA-Scrutineerings vor dem Grand Prix von China. Seitens der FIA sind im Rahmen der bereits dritten technischen Abnahme dieser Saison keine Beanstandungen mehr zu erwarten.

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