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Ex-Pilot kritisiert Ferrari: Lieber Sainz als Rentner Räikkönen

Martin Brundle spricht der Scuderia den Mut ab und erkennt im neuen Vertrag für den Finnen eine "bequeme Entscheidung" - Er hätte Sainz oder Grosjean bevorzugt

(Motorsport-Total.com) - Die Ferrari-Vertragsverlängerung für Kimi Räikkönen stößt bei Ex-Formel-1-Pilot und TV-Experte Martin Brundle auf Unverständnis. Der Brite sagt bei 'Sky Sports F1', dass er der Scuderia dazu geraten hätte, einen Piloten eines Konkurrenten zu verpflichten, um frischen Wind bei den Roten reinzubringen. "Sie hätten jemanden holen sollen, der das Team noch mehr vorantreibt", erklärt Brundle und spricht Teamchef Maurizio Arrivabene und Präsident Sergio Marchionne den Mut ab.

Maurizio Arrivabene, Kimi Räikkönen

Maurizio Arrivabene und Kimi Räikkönen bleiben auch 2017 ein Team Zoom

Denn das Risiko, einen 36-jährigen Ex-Weltmeister, der als besonnener, abgeklärter Routinier gilt, ins Auto zu setzen, hält sich in Grenzen. Die Perspektiven aber ebenfalls, wenn man bedenkt, dass es sich offenbar erneut um einen Kontrakt für eine Saison handelt. "Ich halte es für eine bequeme Entscheidung", moniert Brundle und verweist darauf, dass die Italiener im Duell mit Mercedes in der Bringschuld sind. "Ferrari ist derzeit nicht gut beraten, bequeme Entscheidungen zu treffen."

Brundle plädiert für einen Youngster oder für den ursprünglich designierten Räikkönen-Nachfolger bei Ferrari-Kundenteams Haas: "Ich hätte eher Carlos Sainz reingesetzt, oder Romain Grosjean", sagt er und hätte sich auch einen Effekt auf Sebastian Vettel vorstellen können. "Wir haben gesehen, dass Daniel Ricciardo noch besser fährt, seit Max Verstappen zu Red Bull gewechselt ist. Das hätte Ferrari im Moment auch gebraucht", meint Brundle. Einzig positives Moment: "Die Fans sind happy."

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