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  • 08.07.2016 · 14:52

  • von Dominik Sharaf

Funkverkehr-Regeln: FIA greift ab sofort härter durch

Rennleiter Charlie Whiting kündigt an, dass die "Flitterwochen" vorbei wären und es in Silverstone die ersten Strafen hageln könnte - Illegale Funksprüche in Österreich

(Motorsport-Total.com) - Die FIA will bei den Einschränkungen des Funkverkehrs schon ab dem Großbritannien-Grand-Prix an diesem Wochenende härter durchgreifen. Obwohl seit Einführung der neuen Regelauslegung im vergangenen August noch kein Pilot oder Team wegen Hilfestellungen bestraft worden ist, setzt die Rennleitung in Silverstone in Person von Rennleiter Whiting die Daumenschrauben an. "Charlie hat betont, dass die Flitterwochen jetzt vorbei sind", unterstreicht Pat Symonds die neue Marschroute.

Charlie Whiting

Hält Piloten und Teams demnächst an der kürzeren Leine: Charlie Whiting Zoom

Demzufolge werden seit dem Saisonauftakt in Australien gültige Direktiven ab sofort konsequent durchgesetzt, dazu soll die Kommunikation strenger überwacht werden. Denn offenbar wird eifrig Schindluder getrieben und nicht so beharrlich geschwiegen wie bei Mercedes, wo Lewis Hamilton in Baku wegen seiner Mappingeinstellungen Rätsel raten musste und Nico Rosberg in Spielberg von seinen technischen Problemen mit dem elektronischen Bremspedal keine Ahnung hatte.

Symonds bemerkt: "In Österreich entsprachen einige Funksprüche nicht den Richtlinien." Jedoch empfand Williams' Technikdinosaurier die Bestimmungen und deren Auslegung schon bisher als streng. "Ich hatte nicht das Gefühl, dass wir diesbezüglich in den Flitterwochen wären. Scheint eine ziemlich schwierige Ehe zu sein, wenn dem so war!", scherzt er über das Sprachbild Whitings.

Die Teams wissen aber weiter nicht, welche Strafen bei Verstößen drohen. "Man kommt bei dem Thema schnell zu semantischen Fragen und Interpretationen. Kann sein, dass da interessante Zeiten vor uns liegen", wittert Symonds Debatten über die Regelkonformität von Funksprüchen, die er lieber nicht führen würde. "Ich finde auch, dass man den Fahrern nicht erklären sollte, wie sie zu fahren haben - das ist wirklich ein Schritt zu weit. Aber es gibt viele andere Dinge, die man zulassen könnte. Müssen die Fahrer beim Boxenstopp bald aussteigen und selbst Reifen wechseln?", unkt er.

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