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David Richards und der Abgang von Villeneuve

Der BAR-Honda-Teamchef über die vergebene Chance von Jacques Villeneuve - Schuld trage das Management des Kanadiers

(Motorsport-Total.com) - Vor dem letzten Saisonrennen des vergangenen Jahres trennte man sich im BAR-Team von Jacques Villeneuve, der den Rennstall von Anfang an mit aufbaute. Der Formel-1-Weltmeister von 1997 fand sich so ohne Cockpit für die Saison 2004 wieder. Der Kanadier stellte Teamchef David Richards daraufhin als Sündenbock hin, der ihn schon immer aus dem Team haben wollte.

Villeneuve und Richards

Villeneuve und Richards - Ende 2003 endete ihre Arbeitsbeziehung

Doch Richards meldete sich nach fast einem Jahr erneut zu Wort und gab sich durchaus versöhnlich. "Das Team war um Jacques herum gebaut, aber es war nicht so wie bei Ferrari, wo man es versteht, um Michael Schumacher alles perfekt zu arrangieren. Das damalige Management hatte Jacques ausgeschlossen. Nur so hätte man das Beste aus ihm herausholen können", erklärte er der 'Welt'.#w1#

Villeneuve selbst würde dabei keine Schuld treffen. "Das Management war schuld. Es war eine Schande, weil er ein großes Talent war, das vom Team nicht richtig eingesetzt wurde", erklärte er. An ein Weitermachen mit Jacques Villeneuve war dennoch nicht zu denken. "Wir haben es versucht, aber es war schon so viel Schaden angerichtet. Es gab Vorurteile und Probleme. Manchmal ist es besser, wenn man mit einem neuen weißen Blatt Papier anfängt."

Nun muss Villeneuve mit ansehen, wie dem Team ein Schritt nach vorne gelungen ist, während die Zukunft seiner Karriere weiter in der Schwebe ist. BMW-Williams scheint mit Jenson Button und Mark Webber besetzt, ein Weg zurück zu BAR-Honda erscheint wenig wahrscheinlich. Andere Top-Teams haben keine freien Cockpits mehr.

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