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Carmen Jorda hofft weiter auf Formel-1-Einsatz für Renault

Die Entwicklungspilotin muss sich weiter hinten anstellen, hat ihren Formel-1-Traum aber noch nicht aufgegeben - Renault setzt auf Ocon, Sirotkin und Latifi

(Motorsport-Total.com) - Esteban Ocon und Kevin Magnussen hießen die beiden Piloten, die für das Renault-Werksteam in dieser Woche die Testfahrten in Barcelona (zum Testcenter) übernahmen. Ocon absolvierte am Spanien-Grand-Prix-Wochenende bereits das erste Freie Training für die Gelben - so wie der andere Testpilot Sergei Sirotkin am Auftakttag des Sotschi-Rennwochenendes ans Steuer des R.S.16 durfte. In der Hinterhand haben die Franzosen außerdem den jungen Kanadier Nicholas Latifi, der ebenfalls noch auf einen Einsatz in diesem Jahr hoffen darf. Bleibt die Frage: Was ist eigentlich mit Entwicklungsfahrerin Carmen Jorda?

Die bereits als "PR-Blondine" verspottete Spanierin ist weiter außen vor, hat die Hoffnung auf einen Einsatz aber noch lange nicht aufgegeben. Obwohl sie nie ein Autorennen gewonnen hat und mit 27 Jahren auch nicht mehr als Nachwuchsfahrerin durchgeht. "Mein Traum, eines Tages ein Formel-1-Auto zu fahren, ist weiter am Leben", gibt sie sich in der italienischen Fachzeitschrift 'Autosprint' betont kämpferisch. Jorda spekuliert sogar noch mit einem Test in dieser Saison - auch wenn der momentan weit und breit nicht in Sicht ist. "Momentan gibt es keinen festen Termin dafür, aber hoffentlich wird es noch dieses Jahr sein."

In der Vergangenheit rief das Renault-Engagement der bei Fotografen im Fahrerlager sehr beliebten Pilotin zum Teil heftige Kritik einiger Kollegen hervor. Jorda will sich davon aber nicht unterkriegen lassen. Ihrer Meinung nach war sie schon 2015 nahe dran an einem Testeinsatz für das damalige Lotus-Team: "Vergangenes Jahr habe ich die Chance nicht bekommen und viele waren davon überrascht. Aber Lotus hatte große Probleme mit dem Budget und es gab nicht einmal den Spielraum, um das Auto weiterzuentwickeln. Wir hatten unglaubliches Glück, dank Renault zu überleben", so die ehemalige GP3-Fahrerin.

Den Franzosen will sie deshalb trotz der bislang ausbleibenden Chance treu bleiben. "Ich sehe meine Karriere und meine Zukunft bei Renault", meint Jorda. Die Spanierin fuhr in diesem Jahr bereits Rennen in der Renault Sport Trophy in Aragon und Imola und hat ehrgeizige Ziele: "Ich will hier aufs Podium kommen. Ich werde in den kommenden Rennen definitiv näher an der Spitze sein", verspricht sie.

Für die 27-Jährige war es die langersehnte Rückkehr auf die Rennstrecke, nachdem sie 2014 ihr Cockpit bei Koiranen GP in der GP3-Serie verloren hatte. In der Zwischenzeit war sie nur im Simulator tätig. "Ich brauche einfach noch etwas mehr Zeit. Deshalb fahre ich jetzt in der Renault Sport Trophy", so Jorda. Weiterhin als Entwicklungspilotin Teil des Formel-1-Teams zu sein, sei eine "großartige Erfahrung" für sie. Deshalb wird sie weiterkämpfen und hoffen, dass ihr Traum von einem Einsatz in einem Formel-1-Renner eines Tages in Erfüllung geht...

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