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Jolyon Palmer überzeugt: Cockpit in dieser Saison sicher

Jolyon Palmer ist sich sicher, dass sein Renault-Cockpit in dieser Saison nicht in Gefahr ist - Esteban Ocon klopft an und fährt in Barcelona am Freitag und den Test

(Motorsport-Total.com) - Wie schnell es in der Formel 1 zu einem Fahrertausch kommen kann, zeigte die Situation bei Red Bull und Toro Rosso. Schon nach vier Rennen mussten Daniil Kwjat und Max Verstappen die Plätze tauschen. In den vergangenen Wochen gab es aber nicht nur um diese beiden Fahrer Spekulationen, sondern auch um Renault-Werksfahrer Jolyon Palmer. Nach dem Grand Prix von Russland tauchten Gerüchte auf, dass der Brite sein Cockpit an Esteban Ocon verlieren könnte.

Jolyon Palmer

Jolyon Palmer befindet sich in seiner ersten Formel-1-Saison Zoom

Ocon wurde 2014 Formel-3-Europameister und gewann im Vorjahr die GP3-Serie. Der 19-jährige Franzose wird als Toptalent gehandelt und zählt zur neuen Generation, die jetzt in die Formel 1 drängt. Aktuell fährt er in der DTM. In Barcelona wird er am Freitag das erste Freie Training bestreiten und anschließend nächsten Mittwoch den zweiten Testtag. Das nährt natürlich die Gerüchte, dass Ocon noch im Laufe der Saison Palmer ersetzen könnte.

Der Brite will davon natürlich nichts wissen: "Ich weiß nicht woher diese Gerüchte stammen. Mich beeindruckt das nicht. Ich habe nach Bahrain gesehen, dass jemand etwas gesagt hat. Das war nach einem guten Rennen in Melbourne. In Bahrain bin ich nicht einmal gefahren!" Sein Renault erlitt in der Aufwärmrunde einen Hydraulikdefekt und er konnte somit nicht starten. Auf einen WM-Punkt wartet Palmer noch. In Melbourne wurde er Elfter, in China 22. und in Russland 13.

Trotzdem ist er sich sicher, dass sein Platz nicht in Gefahr ist: "Das Management hat mir gesagt, dass alles okay ist. Ich bin erst vier Rennen gefahren. Die Resultate waren durchwachsen, aber ich blicke in die Zukunft." Die derzeitige Situation von Renault ist auch nicht mit Red Bull/Toro Rosso vergleichbar. Das französische Team hat erst im Winter den langen Aufbauprozess begonnen, um eines Tages wieder zu einem Topteam aufzusteigen.


Großer Preis von Spanien

Mit den beiden jungen Fahrern Kevin Magnussen und Palmer nahm man vom Team auch etwas den Druck, denn von beiden werden nicht sofort Wunderdinge erwartet. Der Rennstall und auch die Fahrer können sich in Ruhe entwickeln, bis im Hintergrund die Weichen für ein deutlich besseres Auto gestellt wurden. "Ich weiß wo ich stehe", sagt Palmer selbstbewusst. "Und auch das Team weiß wo wir alle stehen. Ich konzentriere mich auf meinen Job. Wenn mir das gut gelingt, werden die Leute nicht mehr spekulieren."

Deswegen kümmert ihn die Situation bei Red Bull wenig. "Es ist ein anderes Team und eine andere Situation. Sie haben alle Verträge mit Red Bull. Jeder Vertrag ist wahrscheinlich etwas anders, weil es zwei Teams mit vier Fahrern gibt", so Palmer. "Ich habe aber all das in der Formel 1 erwartet. So habe ich es von außen gesehen und erlebe es jetzt auch seit ich dabei bin. Ich war aber etwas überrascht, dass mein Platz nach Bahrain infrage gestellt wurde."