powered by Motorsport.com

Magnussen auf dem Schlauch: Wegen Sirotkin alles vergessen

Kevin Magnussen erfuhr in Russland, was es heißt, das erste Freie Training zu verpassen - Jolyon Palmer hat kein Problem, für Sirotkin oder Ocon zurückzustehen

(Motorsport-Total.com) - Kevin Magnussen hat beim Großen Preis von Russland erstmals die Erfahrung machen müssen, ein Freies Training zu verpassen. Die ersten 90 Minuten am Freitagmorgen saß Sergej Sirotkin im Renault-Cockpit und zeigte sich gleich von seiner besten Seite. Magnussen hingegen musste mit einem Nachteil ins Wochenende gehen, zog sich jedoch beachtlich aus der Affäre und holte die ersten Renault-Punkte der Saison. Auf dem Weg dahin hatte er jedoch ein kurioses Problem zu umschiffen.

Kevin Magnussen

Ach, wie ging das noch gleich? Kevin Magnussen brauchte Nachhilfe Zoom

Ohne Training direkt in den Freitagnachmittag einzusteigen war nämlich aus einem speziellen Grund nicht so ganz einfach: "Es ist schwierig, weil man sich sämtliche Abläufe, speziell mit den Systemen am Lenkrad und den ganzen Knöpfen, einprägen muss. Da nun Sergej im Cockpit saß, hat er die ganze Vorbereitung am Donnerstag und Freitagmorgen gemacht." Das Ende vom Lied: Magnussen stieg in seinen Renault R.S.16 und hatte schlicht und einfach vergessen, welche Knöpfe er wann zu drücken hatte. "Ich habe vergessen, einige Knöpfe zu drücken. Nichts Schlimmes, aber man sollte das besser nicht vergessen", sagt der 23-Jährige beschämt.

"Man vergisst das ganze Zeug wirklich schnell", muss er feststellen. "Das war natürlich nicht perfekt, aber für die Zukunft werde ich sichergehen, dass ich etwas mehr Arbeit ins Auswendiglernen investiere." Trotz der anfänglichen Probleme verlief der Rest des Wochenende dann sehr erfolgreich und der Däne wurde im Rennen Siebter.


Fotostrecke: F1 Backstage: Sotschi

Noch mehrfach wird in dieser Saison ein Renault-Cockpit geräumt werden müssen. In Barcelona kommt Esteban Ocon zu seinem ersten Einsatz und Sergej Sirotkin soll gegen Saisonende noch einmal die Chance erhalten. Jolyon Palmer weiß, dass er diesmal an der Reihe sein wird, hat jedoch kein Problem damit. "Ich hatte zahlreiche Freitagseinsätze im vergangenen Jahr. Wenn man mit dem Auto vertraut ist und es keine Überraschungen gibt, dann ist man nach ein paar Runden schon wieder bei der Musik. Kevin hat das ja bereits unter Beweis gestellt."

Aus eigener Erfahrung kann er sagen, dass ein Freitagseinsatz deutlich mehr bringt als eine Testfahrt außerhalb der Rennwochenenden: "Man fährt zwar weniger Kilometer, aber die Relevanz ist beim Rennwochenende deutlich höher, wenn man einen kompletten Plan abspulen muss. Für mich war es deutlich interessanter, ein erstes Freies Training zu fahren und das zu tun, was ein Stammfahrer macht."