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Beide Haas in Q2, doch Fahrer unzufrieden

Reifenprobleme verhageln Haas das Wochenende in Sotschi - Dass es Romain Grosjean und Esteban Gutierrez ins Q2 schafften, stimmt nur den Teamchef heiter

(Motorsport-Total.com) - Erstmals seit dem Großen Preis von Bahrain gelang es dem Haas F1 Team beim Großen Preis von Russland 2016 beide Fahrzeuge ins Q2 zu bringen. Sowohl Romain Grosjean als auch Esteban Gutierrez schafften den Sprung in die zweite Runde, kamen dann aber nicht mehr weiter. Somit belegen sie die Plätze 15 (Grosjean/1:38.055 Minuten) und 16 (Gutierrez/1:38.115). Das Hauptproblem: Beide Piloten vermögen die superweichen Pirelli-Reifen nicht wirklich zum Arbeiten zu bringen.

Esteban Gutierrez

Das Ergebnis passt, doch die Stimmung bei Haas war schon einmal besser Zoom

Der besondere Asphalt im Sotschi Autodrom fordert beide Fahrer. "Das war bisher ein kompliziertes Wochenende für uns", stöhnt Grosjean, der zum vierten Mal in Folge das Q2 sah. "Wir haben Probleme mit dem Grip und dem Fahrzeug." Sein Stallgefährte Esteban Gutierrez pflichtet ihm bei: "Das Qualifying war ziemlich schwer. Es war schwer, die Reifen zum Arbeiten zu bringen, was hier auf diesem Asphalt echt eine Herausforderung ist."

Dem Haas VF-16, der bislang durch sehe reifenschonendes Verhalten auffiel, wird genau diese positive Eigenschaft auf dem 5,484 Kilometer langen Kurs auf dem russischen Olympia-Gelände zum Verhängnis: Die Reifen wollen einfach nicht warm werden. "Ich habe noch immer nicht das Gefühl, das ich zu Beginn der Saison mit dem Auto hatte. Das müssen wir wirklich analysieren", stöhnt Grosjean. Aufgrund der Parc-Ferme-Bestimmungen wird er dieses auch im Rennen kaum genießen können.


Fotos: Großer Preis von Russland, Samstag


Er erwartet aber durchaus, dass Haas im Rennen mit den Reifenproblemen nicht alleine dastehen wird: "Es wird ein langes Rennen mit viel Spritsparen. Es wird schwer, die Reifen im Fenster zu halten, das wird eine große Herausforderung für jeden. Vielleicht können wir ja clever agieren." Sein mexikanischer Teamkollege hofft auf Hilfe von außen: "Vielleicht kommen uns ein paar Überraschungen entgegen, die uns in die Punkte bringen." Er weiß, dass er darauf angewiesen ist, denn mit reiner Pace wird es Haas definitiv nicht in die Top 10 schaffen.

Nur Teamchef Günther Steiner konnte sich seinen motzenden Piloten gar nicht anschließen. "Wir sind sehr zufrieden damit, wo wir uns qualifiziert haben", sagt der Österreicher. "Wir hatten ein etwas schwieriges Wochenende bis hierher, aber haben unsere Stärke wiedererlangt. Wir sind ziemlich dicht an den McLaren dran und es ist großartig, mit beiden Autos ins Q2 zu kommen." Auch Steiner gibt Punkte als Ziel aus. Das Anspruchsdenken ist bei den Neueinsteigern bereits enorm gestiegen.