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Renault: Magnussen entschuldigt sich für teaminterne Kollision

Kevin Magnussen nimmt die Schuld für den Crash mit Jolyon Palmer beim Barcelona-Grand-Prix auf sich - neuer Renault-Motor weckt Hoffnungen bei den Tests

(Motorsport-Total.com) - Der Blick zurück mit Bedauern, der Blick nach vorn mit Zuversicht - so fällt Kevin Magnussens Resümee nach dem Mittwochs-Testtag auf dem Circuit de Catalunya bei Barcelona aus. Der Renault-Pilot absolvierte 122 Runden - die zweitmeisten aller Fahrer nach Mercedes-Testpilot Pascal Wehrlein. Dabei setzte er in 1:25.133 Minuten die achtschnellste Zeit des Tages. Im Mittelpunkt stand aber der neue Renault-Motor, mit dem sich das Werksteam sowie Renault-Kunde Red Bull bis zu 35 PS mehr und einen großen Schritt nach vorn versprechen.

Kevin Magnussen

Kevin Magnussen erlebte in Spanien einen produktiven Testtag Zoom

Wie alle Fahrer, die das neue Aggregat erstmalig testeten, war auch Magnussen voll des Lobes über das Upgrade. Zuerst aber musste der Däne ein dickes "Sorry" an seine Mannschaft und an Teamkollege Jolyon Palmer loswerden. In der letzten Runde des Spanien-Grands-Prix am vergangenen Sonntag war er bei einem Überholversuch in Palmer geknallt und hatte von den Rennkommissaren nachträglich eine 10-Sekunde-Strafe erhalten. Nicht nur Mercedes hatte in Barcelona also eine teaminterne Kollision zu verkraften.

"Wir haben uns berührt und es war mein Fehler", gibt sich Magnussen am Mittwoch kleinlaut. Der Grund sei der große Geschwindigkeitsunterschied der Renault-Piloten in den letzten Runden des Rennens gewesen. Nachdem die Strategie zuvor nicht aufgegangen war, setzte der Däne im Schlussspurt auf frische weiche Pirellis, während Palmer auf abgefahrenen harten Reifen unterwegs war. "Ich war dann vier oder fünf Sekunden schneller. Ich war überrascht, wie rasch ich auf ihn aufholte - da dachte ich mir, ich probiere es einfach."

Magnussen: "Sorry, das hätte es nicht gebraucht"

In der letzten Schikane zog Magnussen nach innen, Palmer sah das Manöver aber nicht kommen und der Renault-Zusammenstoß war geschehen. Der Brite konnte das Rennen dennoch als 13. beenden, Magnussen rutschte durch die nachträgliche 10-Sekunden-Strafe hinter Sauber-Pilot Felipe Nasr auf Platz 15 im Endklassement. "Ich hatte einfach viel mehr Geschwindigkeit, aber als ich vorbei ging, konnte er mich nicht sehen", entschuldigt sich der 23-Jährige.

"Es war ein wenig unnötig, denn Punkte waren ja für uns beide nicht in Sicht. Manchmal überdreht man einfach ein bisschen. Sorry, das hätte es nicht gebraucht", zeigt sich Magnussen einsichtig. Mehr Freude als das nachträgliche Schuldeingeständnis machte ihm am Mittwoch aber seine Premierenfahrt mit dem neuen Renault-Motorenupgrade, das den Test problemlos absolvierte. "Der Motor ist toll zu fahren. Die Fahrbarkeit ist besser und mehr Leistung hat er auch", lobt er das neue Aggregat.

"Er hat definitiv mehr Power, aber wie groß der Unterschied in Zahlen ist, kann ich schwer sagen. Ob man auf der Geraden 330 oder 333 Kilometer pro Stunde schnell ist, kann man nicht fühlen", so der WM-Vierzehnte. Entscheidend sei vielmehr, dass sich die neue Power-Unit besser fahren ließe. "Ja, sie ist jetzt schon besser als die alte und wir haben noch gar nicht so viel damit arbeiten können", hofft Magnussen auf einen signifikanten Fortschritt. Kein Wunder, dass er sich einen Einsatz der neuen Renault-Antriebseinheit schon für den nächsten Grand Prix in Monaco wünscht. "Aber das liegt nicht in meiner Hand", so der Däne.

Auf dem Stadtkurs im Fürstentum ist der PS-Unterschied ohnehin kein entscheidendes Kriterium, wohl aber beim übernächsten Rennen auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke in Montreal. Nach dem bestandenen Test dürfte zeitnah die Entscheidung fallen, wann der neue Motor erstmalig zum Einsatz kommt. Nick Chester, der Technische Direktor des Renault-Teams, ist zunächst einmal froh, dass an beiden Barcelona-Testtagen Defekte ausblieben. "Wir haben unser Programm durchgezogen und sind zwei Tage lang ohne irgendwelche Probleme gefahren", nährt er die Hoffnung auf bessere Resultate in den kommenden Rennen.

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