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Button und Brawn: Ging es gar nicht ums Geld?

Zwischen Jenson Button und Ross Brawn soll es zu einem Zerwürfnis gekommen sein - McLaren-Angebot schlechter als jenes von Mercedes?

(Motorsport-Total.com) - Bisher war man selbst in gut informierten Kreisen davon ausgegangen, dass Jenson Button in erster Linie finanzielle Beweggründe für seinen Wechsel von Brawn zu McLaren hatte. Doch das scheint nicht die ganze Wahrheit zu sein. Denn wie britische Medien berichten, soll es zu einem Zerwürfnis zwischen dem Weltmeister und Ross Brawn gekommen sein.

Jenson Button

Bei der Weltmeisterfeier für Jenson Button in Brackley war die Welt noch in Ordnung Zoom

Button machte am vergangenen Freitag gemeinsam mit seinem Manager Richard Goddard vom Flughafen London-Heathrow einen Abstecher ins nahe gelegene Woking, um sich dort die McLaren-Fabrik anzuschauen. Der Brite zeigte sich begeistert von der Anlage und von der Mentalität des Teams und hatte plötzlich neben einer Unterschrift für Mercedes eine zweite seriöse Option für 2010. Doch es dauerte nicht lange, bis Brawn von der Stippvisite erfuhr.#w1#

Stunk zwischen Brawn und Button?

Offenbar war der Weltmeistermacher sauer über das Verhalten seines Schützlings, sodass es zu einem Telefongespräch gekommen sein dürfte, bei dem sich beide nicht viel mitzuteilen hatten. Button sagte Brawn dann Anfang der Woche endgültig ab und schlug damit laut 'Daily Express' das Angebot aus, für umgerechnet neun Millionen Euro (exklusive Punkteprämien) einen reinrassigen Silberpfeil zu fahren. Bei McLaren wird er sogar geringfügig weniger verdienen, wie man hört.

Brawn selbst bestätigt die Darstellung eines Zerwürfnisses, wenn er sagt: "Ich bin sehr enttäuscht über die Art und Weise, wie die Dinge mit Jenson zu Ende gegangen sind." Und auch Geschäftsführer Nick Fry glaubt nicht, dass Geld das Hauptmotiv war: "Wir nehmen an, dass wir Jenson sogar mehr angeboten haben als McLaren. Jenson hat mir gegenüber selbst angedeutet, dass das der Fall sein könnte. Ich glaube also nicht, dass es um finanzielle Dinge ging."

¿pbvin|512|2168||0|1pb¿Fry enthüllt gegenüber 'Autosport', dass sich Button 2010 im zweiten Jahr eines neu abgeschlossenen Vertrags befunden hätte, "allerdings zu veränderten Konditionen". Dieser Vertrag wurde im vergangenen Winter unterschrieben, als Brawn infolge des Ausstiegs von Honda aus der Formel 1 die meisten Mitarbeiterverträge neu verhandeln musste, um die Personalkosten zu senken. Button ließ sich damals auf eine Gehaltskürzung von neun auf 3,4 Millionen Euro ein.

Dafür bekam er ein Auto, dem er seinen WM-Titel zu verdanken hat. Fry findet daher, dass Loyalität "nett" gewesen wäre, weiß aber gleichzeitig: "Heutzutage erwartet man das nicht mehr." Und: "Ich freue mich für jeden Mitarbeiter, dem es woanders als bei uns besser geht, aber in dieser Situation verstehen wir die Logik hinter der Entscheidung nicht. Ich denke, Jenson muss sich steigern, wenn er Lewis Hamilton in dessen Heimatteam bezwingen will!"

Brawn großzügiger als angenommen?

"Wir sind natürlich enttäuscht, dass sich Jenson entschlossen hat, uns zu verlassen, denn wir haben ihm ein unserer Meinung nach sehr großzügiges Angebot unterbreitet. Dieses war signifikant höher als die Zahlen, die in der vergangenen Woche in der Presse gehandelt wurden", so Fry. "Außerdem haben wir Jenson ein Weltmeisterauto gegeben und er hätte auch für nächstes Jahr ein starkes Auto von uns bekommen."

Jenson Button und Ross Brawn

Zwischen Jenson Button und Ross Brawn soll es einen Streit gegeben haben Zoom

Der Brite geht davon aus, dass Button von seinem Management "schlecht beraten" wurde: "Ich hätte mich an seiner Stelle nicht so entschieden. Aber ich respektiere seine Entscheidung." Denn sollte es tatsächlich stimmen, dass das Mercedes-Angebot finanziell besser war als jenes von McLaren, dann ist in der Tat schwer nachzuvollziehen, weshalb man als Weltmeister das amtierende Weltmeisterteam verlassen wollen sollte.

Am Teamkollegen Nico Rosberg kann es jedenfalls nicht liegen: "Ganz egal, wer der zweite Fahrer sein wird, Jenson hätte auf jeden Fall Gleichbehandlung bekommen", stellt Fry klar. "Wir haben uns über Berichte maßlos geärgert, in denen stand, dass der zweite Fahrer bevorzugt behandelt werden könnte." Außerdem sei dies ohnehin kein Argument, wenn die Alternative dazu ist, neben Hamilton in dessen Stammteam McLaren zu fahren...

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