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  • 30.07.2001 · 17:34

  • von Fabian Hust

Bridgestone mit Rückstand auf schnellen Strecken

Michelin hatte in Hockenheim auf Gegner Bridgestone einen rennentscheidenden Vorteil

(Motorsport-Total.com) - Die Kritik gegenüber Reifenhersteller Bridgestone war insbesondere bei McLaren-Mercedes unüberhörbar, denn man sprach von einem entscheidenden Vorteil der Michelin-bereiften Teams. Bei Ferrari sprach man den Rückstand nicht so deutlich an, wohl auch deshalb, weil man gerade die Vertragsverlängerung bis 2004 mit den Japanern unterzeichnet hat. Michelin hatte wie schon in Kanada einen Reifen, der unter der Hitze beim Anbremsen perfekte Stabilität bot und genügend Grip in den Kurven und beim Beschleunigen aufbaute und dennoch nicht zu schnell abbaute.

Reifen

Bridgestone ist zumindest auf schnellen Strecken im Rückstand

Hiasao Suganuma, Technischer Manager von Bridgestone, gab nach dem Rennen zu, dass man viel Arbeit vor sich hat, will man im September in Monza, einer ähnlichen Strecke, siegen: "Das war für alle ein hartes Rennen, aber es war schön, Rubens und Jacques wieder auf dem Podium zu sehen. Im Hinblick auf Monza werden wir untersuchen, welche Verbesserungen wir vornehmen können, um die Mischung und die Konstruktion unserer Reifen für diese weitere Hochgeschwindigkeitsstrecke zu verbessern."

Für Michelin gab es da mehr zu feiern, wie Projektmanager Pascal Vasselon verrät: "Vier Autos unter den ersten Sechs ist für uns das beste Ergebnis der Saison. Die Reifen haben im Rennen perfekt funktioniert und wir haben noch einige Entwicklungen in petto." Auch Michelin-Rennleiter Pierre Dupasquier war zufrieden: "Unser Jungs in den Punkten sind vergleichbare Rundenzeiten wie die McLarens oder Michael Schumacher im Ferrari gefahren."

Einigkeit herrschte bei den Reifenherstellern über die Situation nach dem Startunfall: "Schrecklich", so Dupasquier. "Die Strecke sah ein wenig aus wie ein Schlachtfeld. Es wäre gefährlich gewesen, das Rennen nicht zu stoppen, weil man nicht haben möchte, dass die Reifen Kohlefaserteile aufsammeln, wenn man mit 350 km/h unterwegs ist. Teile wie diese arbeiten sich langsam durch den Reifen, bevor sie zu einem Plattfuß führen. Der Renndirektor hat die vernünftige Entscheidung getroffen, in dem er die rote Flagge zeigen ließ."