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  • 03.06.2015 · 13:35

  • von Ian Parkes (Haymarket)

Bernie Ecclestone: "Die Strategiegruppe muss weg!"

Formel-1-Boss Bernie Ecclestone sieht die Strategiegruppe als Problem für die Zukunft der Formel 1 an und wünscht sich eine Regelallianz mit der FIA

(Motorsport-Total.com) - Für Bernie Ecclestone ist es an der Zeit, die Strategiegruppe abzuschaffen und das Sagen wieder in die Hände der FIA und des Formula One Managements (FOM) zu legen. Der Inhaber der kommerziellen Rechte sieht den Einfluss der führenden Teams auf die Zukunft der Formel 1 als nachteilig an, vergleicht man es mit den Tagen, in denen er und Ex-FIA-Präsident Max Mosley an der Macht waren.

Bernie Ecclestone

Bernie Ecclestone würde den Teams gerne wieder die Macht entziehen Zoom

Obwohl die Allianz ebenfalls ihre Probleme hatte, existieren derzeit zu viele Eigeninteressen unter den großen Teams, die straffe Entscheidungen von vornherein verhindern. Laut Ecclestone würde mehr Einigkeit mit FIA-Präsident Jean Todt die Dinge vorantreiben. "Wir sollten aufhören herumzualbern und nach Meinungen zu fragen", sagt Ecclestone. "Das Problem ist, dass wir zu demokratisch sind, und Jean mit den Dingen nicht mitgeht."

"Ich habe neulich zu ihm gesagt: 'Wenn du mit etwas Vernünftigem um die Ecke kommst, egal was es ist, dann werde ich dich unterstützen. Gleichzeitig: Wenn wir (FOM; Anm. d. Red.) mit etwas Vernünftigem ankommen, dann solltest du es unterstützen.' Wir sollten unter uns sagen: 'Das sind die Regeln der Meisterschaft. Wenn du dabei sein willst, toll, wenn nicht, dann verstehen wir das.'"

Gefragt, ob die Strategiegruppe abgeschafft werden sollte, antwortet Ecclestone: "Ja, absolut. Es ist verdammt schwierig für Konstrukteure, irgendeine Idee zu bringen. Wenn du Mercedes bist, möchtest du gar nichts ändern. Im Strategiemeeting im vergangenen Monat wurde überhaupt nichts entschieden - nicht einmal das Datum des nächsten Treffens. Wir hätten für etwas stimmen und es dann einführen können, aber nichts ist passiert."


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Ecclestone wird mit Red Bull und Toro Rosso von zwei Teams unterstützt, genauso wie von Reifenhersteller Pirelli. Red-Bull-Teamchef Christian Horner merkte kürzlich an: "Jedes Team hat seine eigene Agenda und kämpft in seiner eigenen Ecke. Bernie und Jean müssen zusammenkommen und sagen: 'So soll das Produkt aussehen, so muss es geregelt werden.' Dann müssen sie uns das Teilnahmeformular geben und schauen, ob wir mitmachen wollen oder nicht."

Toro-Rosso-Pendant Franz Tost fügte an: "Die Strategiegruppe selbst wird niemals mit einer richtigen Lösung kommen. Bernie und Jean sollten zusammen entscheiden, was wir zu tun haben. Sie sollten nicht die Teams fragen, denn die Teams werden niemals zu einer Einigung kommen." Hembery meint: "In jedem Sport sollten nicht die Teilnehmer in entscheidende Änderungen involviert sein. Wie Christian sagte, sollten FIA und FOM entscheiden, wie der Sport aussehen soll, dann können die Teams entscheiden, ob sie sich an die Richtlinien halten wollen."

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