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Adrian Newey: "Formel 1 krankt an der Dominanz der Motoren"

Red-Bull-Designer Adrian Newey beklagt die Dominanz der Motoren in der Formel 1: Deshalb könnten nur Mercedes und Ferrari um den Titel kämpfen

(Motorsport-Total.com) - Adrian Newey hat erneut kritisiert, dass unter dem aktuellen Reglement der Formel 1 in erster Linie die Antriebseinheit über die Konkurrenzfähigkeit eines Teams entscheide. Das habe zu einer Situation geführt, in der nur zwei Hersteller um die Meisterschaft kämpfen können. "Die Formel 1 krankt an der Dominanz der Motoren", wird der Red-Bull-Designer von der indischen Zeitung 'TheAsianAge' zitiert.

Christian Horner, Adrian Newey

Adrian Newey fordert ein Ende der Motoren-Dominanz Zoom

"Die Regeln für das Chassis sind sehr eng gefasst, die Regeln für die Motoren geben Spielraum für Experimente", stellt Newey fest. "Aktuell sind nur Mercedes und Ferrari stark genug, um die Meisterschaft zu gewinnen. Und vielleicht kontrollieren sie sogar den Sport."

Das musste Red Bull in diesem Jahr am eigenen Leib erfahren, denn auf der Suche nach einer Alternative zum schwachen Renault-Antrieb blitzte das Team sowohl bei Mercedes als auch bei Ferrari ab. So muss Red Bull auch 2016 mit Renault-Antriebseinheiten fahren, die unter dem Namen TAG-Heuer eingesetzt werden.

Newey hofft, dass sich die Formel 1 dieses Problems annehme, sieht den vom Automobilweltverband FIA ausgeschriebenen Alternativmotor aber nur als zweitbeste Lösung an. "Der Motor sollte derselbe bleiben. Man sollte versuchen, die Anzahl der Motorenhersteller in der Meisterschaft zu erhöhen", schlägt Newey vor. "Die Alternative könnte ein Standardmotor der FIA sein, mit dem alle Teams konkurrenzfähig sind."

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