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Abiteboul: "Kehrtwende wäre übertrieben"

Caterham-Teamchef Cyril Abiteboul möchte trotz einer beinahe Rookie-Paarung nicht von einer Kehrtwende der Philosophie sprechen - 2013 als Übergangsjahr

(Motorsport-Total.com) - 168 Formel-1-Rennen haben Heikki Kovalainen und Witali Petrow gemeinsam auf den Buckel. Doch das hat sie nicht davor geschützt, für Caterhams neue Fahrerpaarung Platz machen zu müssen. Genau 20 Rennen Erfahrung hat das neue Caterham-Gespann in der Königsklasse - alle vereint auf Charles Pic. Teamkollege van der Garde geht als absoluter Rookie in die neue Saison. Bisher hatte man stets erfahrene Fahrer im Team, doch nun folgt scheinbar die Kehrtwende in der Teamphilosophie.

Charles Pic, Giedo van der Garde

Caterham setzt in dieser Saison auf Charles Pic und Giedo van der Garde Zoom

"Ich denke Kehrtwende wäre übertrieben, um unser Aufgebot für 2013 zu beschreiben", bremst Teamchef Cyril Abiteboul bei 'formula1.com'. "Charles hat ein Formel-1-Jahr in seinem Lebenslauf. Das war ein solides Debüt und er kommt mit der Erfahrung von jeder Rennstrecke, auf der wir fahren werden." Auch Giedo van der Garde sei laut dem Franzosen kein wirklicher Neuling. "Es mag zwar seine erste vollständige Formel-1-Saison sein, aber er hat viele Jahre im Formelrennsport verbracht und zwei Meistertitel hinter seinem Namen."

Zudem habe man ihn im vergangenen Jahr durch Einsätze als Freitagstestfahrer auf ein Renncockpit vorbereitet. "Giedo hat seine F1-Chance bekommen, nachdem er jahrelang an die Tür geklopft hat. Ich denke, er hat es sich wirklich verdient", ist Abiteboul überzeugt. "In seiner Karriere ist er zusammen mit und gegen viele Fahrer angetreten, die in Melbourne mit ihm in der Startaufstellung stehen - und er hat sie manchmal geschlagen."


Fotos: Charles Pic, Testfahrten in Barcelona


"Außerdem war er im vergangenen Jahr Reservefahrer bei uns", fügt der Franzose an. "Wenn man sich die Menge an Informationen anschaut, die zwischen den Fahrern und dem Team ausgetauscht werden müssen, um das Maximale herauszuholen, dann wird dieses Wissen beiden helfen - sowohl in der finalen Phase der Wintervorbereitungen als auch in den ersten Rennen."

Gleichzeitig bestätigt der Teamchef auch, dass das Team 2013 als Übergangsjahr ansieht, bevor 2014 mit dem neuen Reglement ein ganz neuer Sprung ansteht. "Jedes Team hat darüber gesprochen, wie sie 2013 angehen - mit einem Auge auf der nächsten Saison. Bei uns ist das genauso. Ich bin zwar nicht sicher, ob das auch für die Fahrer gilt, schließlich sind die Endresultate für sie sehr wichtig, aber es wäre nicht fair, von ihnen mehr zu verlangen als vom Rest des Teams", nimmt er ein wenig Druck von Pic und van der Garde.

Heikki Kovalainen

Heikki Kovalainen: Guter Freund, aber aktuell kein Thema mehr im Team Zoom

"Aber wir sollten auch nicht weniger von ihnen verlangen", relativiert er gleich. "Sie sind Teil unserer Langzeitplanung und wir möchten ihnen helfen, ihr volles Potenzial bei uns zu erreichen. Es wäre schön, wenn es bei allen von uns so schnell wie möglich eintritt." Was nun für die beiden neuen Fahrer und gegen Kovalainen und Petrow gesprochen hat, das will Abiteboul aber nicht verraten. "Ich möchte lieber nicht zurückschauen und über Heikki oder Witali sprechen", so sein Kommentar.

"Ich weiß, es gibt viel Unterstützung für beide Fahrer draußen und im Paddock", ergänzt Abiteboul. "Aber wir haben zwei neue Rennfahrer, zwei aufregende Talente. Und obwohl Heikki, Witali und Jarno (Trulli; Anm. d. Red.) alle ein sehr wichtiger Teil unserer Geschichte sind - die im Übrigen gute Freunde bleiben - müssen wir unseren Blick nach vorne richten", so der Teamchef abschließend.

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