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25 statt bisher zwölf Tage: Pirelli bekommt Testgarantie

Weil die Reifen breiter und besser werden sollen, darf Pirelli für die Formel-1-Saison 2017 mehr als doppelt so viel testen als bisher - Fünf Teams stellen Hybridautos

(Motorsport-Total.com) - Das Ausstiegsszenario von Pirelli aus der Formel 1 ist abgewendet. Am heutigen Montag hat die Formel-1-Kommission die von den Italienern gestellten Testforderungen für die Reifen der 2017er-Saison genehmigt. Pirelli bekommt aufgrund der geplanten signifikanten Veränderungen an den Reifen wesentlich mehr Testzeit als zuletzt. Wie 'Autosport' berichtet, darf der Reifenhersteller in diesem Jahr an 25 Tagen testen - das sind mehr als doppelt so viele wie die bisher erlaubten zwölf Tage.

Pirelli

Die Forderungen von Pirelli zu den Tests für die Saison 2017 werden erfüllt Zoom

Die Entscheidung der Formel-1-Kommission muss nun noch vom FIA-Motorsport-Weltrat abgesegnet werden - dessen Zustimmung voraussichtlich am Mittwoch gilt aber als sicher. Weil sich in der Formel-1-Saison 2017 nicht nur die Autos, sondern auch die Charakteristik und Maße der Reifen erheblich verändern sollen, hatte Pirelli zuletzt massiv auf einen erhöhten Testumfang gedrängt. Wie berichtet sollen die Reifen kommendes Jahr breiter werden, mehr Grip bieten und weniger temperaturempfindlich sein. Dadurch sollen mehr Überholmanöver und Rennaction geboten werden.

Der nun genehmigte Testplan sieht vor, dass Pirelli in diesem Jahr in zwei Phasen seine Testarbeit auf der Strecke aufnimmt. Zunächst soll mit Autos der Jahrgänge 2012 bis 2014 konzeptionelle Entwicklungsarbeit an den neuen Reifen betrieben werden. Diese werden noch dieselbe Größe wie die aktuellen Pneus haben, aber schon im Hinblick auf die 2017er-Reifentechnolgie getestet werden. Richtig spannend wird es in der zweiten Testphase, die voraussichtlich Ende Juli oder Anfang August starten soll.

Testplan in zwei Phasen: Fünf Teams stellen Pirelli Hybridautos

An sogenannten Hybridautos werden dann erstmalig die breiteren Reifen zum Einsatz kommen. Ferrari, Mercedes, und Red Bull werden jeweils einen 2015er-Boliden zur Verfügung stellen, der so umgerüstet wird, dass er wie im neuen Reglement vorgesehen 25 Prozent mehr Abtrieb liefert. Zwei weitere Hybridautos erhält Pirelli von McLaren, Williams oder Force India. Diese Umrüstung ist für die Teams mit enormen Kosten verbunden, die sie selber tragen werden.

Zuletzt hatte es jedoch Bedenken gegeben, dass diejenigen Rennställe, die ihre Autos zur Verfügung stellen, früher als der Rest vom Testwissen des Reifenherstellers profitieren könnten. Pirelli-Motorsportchef Paul Hembery versicherte aber bereits, dass sämtliche Informationen an alle Teams gehen. Die endgültigen 2017er-Reifen würden ohnehin erst bei den Wintertests zum Einsatz kommen. Durch die heutige Entscheidung der Formel-1-Kommission gilt es nun als sicher, dass die Italiener wie vereinbart bis mindestens einschließlich 2019 in der Königsklasse verbleiben.

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