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Pirelli: Darum ist der Vertrag für 2017 noch nicht unterzeichnet

Pirelli hat den neuen Vertrag für 2017 noch nicht unterschrieben und fordert von der FIA eine "Testgarantie" - Auch die Suche nach einem geeigneten Testauto geht weiter

(Motorsport-Total.com) - Pirelli hat den Vertrag als exklusiver Reifenhersteller der Formel 1 für die Saison 2017 noch immer nicht unterschrieben. Zwar haben sich die Italiener mit der FIA bereits auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit bis Ende 2019 geeinigt, doch noch immer ist Pirelli mit einigen Vertragsdetails noch nicht einverstanden. "Es ist nicht ungewöhnlich, dass sich so ein Vertrag verzögert", erklärt Rennleiter Charlie Whiting und verrät, dass Pirelli unter anderem eine "Testgarantie" haben möchte.

Pirelli-Reifen

Pirelli muss für die kommende Saison komplett neue Reifen bauen Zoom

"Pirelli wollte, dass im Vertrag die Ziele festgeschrieben werden, die sie erreichen sollen", sagt Whiting und ergänzt: "Wenn wir ihnen Ziele setzen, dann wollen sie auch die Mittel haben, um diese Ziele zu erreichen. Ich denke, dass es nur darum geht." Die Italiener, die für 2017 neue Reifen bauen müssen, die den Anforderungen der neuen Autos entsprechen, sollen dafür zwölf Testtage bekommen.

"Wir haben das bereits in den Regeln festgeschrieben, aber sie wollen noch mehr Sicherheit", erklärt Whiting und versichert: "Alles andere ist geregelt." Für die vertraglichen zugesicherten Testtage braucht Pirelli allerdings immer noch ein Auto. Die FIA hat daher nun die Teams gebeten, einen Boliden für Pirelli zu bauen, der ungefähr über die gleichen Eigenschaften verfügt wie die 2017er-Autos.


Fotos: Großer Preis von Bahrain


Whiting spricht in diesem Zusammenhang von einem modifizierten 2015er-Auto, das den gleichen Abtrieb bietet wie die Boliden, die ab der kommenden Saison zum Einsatz kommen sollen. Vor einigen Wochen wurde beschlossen, die Autos im kommenden Jahr um bis zu fünf Sekunden pro Runde schneller zu machen. "Wir haben bei allen Teams angefragt, ob sie das machen möchten", verrät Whiting.

"Pirelli bietet ihnen für jeden absolvierten Kilometer eine gewisse Summe an", erklärt der Rennleiter und verrät, dass einige Teams Angebote vorgelegt haben, die nun sondiert werden. "Dann werden wir entscheiden, wie viele Teams dazu in der Lage sind und es auch wollen. Dann werden wir wieder auf Pirelli zugehen und uns ansehen, wie viele Testtage jedes Team bekommen wird", so Whiting.