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  • 16.09.2021 · 15:43

Langstrecke-/Sportwagen-News September 2021: Mission H24 im LMC

Aktuelle Nachrichten aus der Endurance-Szene des Motorsports, kurz und kompakt: Mission H24 rollt in Spa im Training - Der Cadillac-LMDh im Frühjahr 2022

Mission H24 debütiert bei LMC-Trainings (16. September)

Mission H24

Der Brennstoffzellen-Prototyp wird seine erste offizielle Sitzung absolvieren Zoom

Der Brennstoffzellen-Prototyp Mission H24 wird beim Rennen des Le-Mans-Cups (LMC) im Rahmen der europäischen Le-Mans-Serie (ELMS) in Spa-Francorchamps an den Trainingssitzungen teilnehmen. Es ist die erste Teilnahme des aktuellen Modells an einer offiziellen Sitzung, nachdem es bei den 24 Stunden von Le Mans 2021 Demorunden absolviert hat.

Im Jahr 2019 war schon einmal ein Brennstoffzellenauto bei den Trainingssitzungen des LMC mitgefahren. Damals handelte es sich um das Vorläufermodell der aktuellen Generation. In das Projekt sind mittlerweile Oreca und Red Bull involviert.

Dem ursprünglichen Zeitplan hinkt man hinterher. Eigentlich war geplant, dass der Bolide außer Konkurrenz die gesamte LMC-Saison 2021 mitfährt. Bislang trat er aber nicht in Erscheinung. Entsprechend ist das Debüt der Wasserstoffklasse bei den 24 Stunden von Le ans auch von 2024 auf 2025 verschoben worden.

IMSA: Cadillac bestätigt LMDh-Rollout 2022 (14. September)

Der neue LMDh-Bolide von Cadillac wird im Frühjahr 2022 sein Rollout absolvieren. Das bestätigt GM-Chefn Laura Wontrop Klauser bei 'Sportscar365' am Rande des IMSA-Rennens auf dem Laguna Seca Raceway. Die Boliden werden im Premierenjahr 2023 noch werksseitig eingesetzt werden, für Kundenfahrzeuge ist im ersten LMDh-Jahr noch kein Raum. Das könnte für JDC-Miller Motorsports zum Problem werden.

"Wir wollen so schnell wie möglich auf die Strecke und so viele Testkilometer wie möglich absolvieren", so Wontrop Klauser. "Derzeit hoffen wir auf das Frühjahr 2022, aber arbeiten noch an Details für die Produktion. Wie für alle im IMSA-Fahrerlager gilt auch für uns, dass aufgrund der COVID-19-Pandemie einige Teile schwierig zu bekommen sind. Jetzt eine Kurbelwelle zu bekommen, ist beinahe unmöglich."

IMSA Laguna Seca: Wayne-Taylor-Acura triumphiert (12. September)

Das viertletzte Rennen der IMSA-Saison 2021 (für die DPi-Klasse bereits das drittletzte) wurde am Sonntag auf dem Laguna Seca Raceway in Kalifornien zum Triumph für Wayne Taylor Racing. Am Steuer des schwarzen Acura DPi setzten sich Ricky Taylor und Filipe Albuquerque durch und haben damit erstmals seit dem Spritpoker in Mid-Ohio (Mitte Mai) wieder gewonnen. In der letzten Runde wurde Spitzenreiter Taylor ausgangs der Corkscrew-Passage fast noch in einen Crash im LMP2-Feld verwickelt, aber alles ging gut. In der IMSA-Gesamtwertung 2021 haben Taylor/Albuquerque ihre Führung nun weiter ausgebaut.

Den zweiten Platz belegten Renger van der Zande und Kevin Magnussen, nachdem sich van der Zande in einem packenden Duell in den letzten zwei Minuten gegen Felipe Nasr im Action-Express-Cadillac durchgesetzt hatte. Nasr musste sich zusammen mit Pipo Derani mit dem dritten Platz begnügen.

Die einmal mehr nur mit drei Autos besetzte GTLM-Klasse wurde von Corvette gewonnen, wobei sich Tommy Milner und Nick Tandy gegenüber Antonio Garcia und Jordan Taylor durchsetzten. Der WeatherTech-Porsche mit MacNeil/Campbell hatte fast eine Minute Rückstand. In der LMP2-Klasse siegten Keating/Jensen für PR1, in der GTD-Klasse behaupteten sich Robichon/Vanthoor im Pfaff-Porsche. (Rennergebnis: IMSA Laguna Seca)

IMSA: Vertrag mit Laguna Seca um drei weitere Jahre verlängert (11. September)

Die US-Motorsportbehörde IMSA und der Laguna Seca Raceway haben eine Vertragsverlängerung für drei weitere Jahre verkündet. Die IMSA SportsCar Championship wird mit ihren Rahmenserien auf der berühmten Rennstrecke in Kalifornien also bis Ende 2024 gastieren.

"Es handelt sich um eine der bekanntesten Rennstrecken der Welt. Sie ist ein Favorit im Kalender für viele Teams und Stakeholder" sagt IMSA-Präsident John Doonan. "Laguna Seca blickt auf eine lange Tradition von Sportwagenrennen zurück, die bis in die frühesten Tage dieser Strecke zurückreicht. Wir sind stolz, diese nun fortzusetzen."

John Narigi, Geschäftsführer der Strecke, fügt hinzu: "Das County Monterey heißt die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit der IMSA willkommen. Es herrscht großer Optimismus vor, dass Teams, Fans und Sponsoren bald wieder in voller Stärke auftreten können. Wir freuen uns darauf, die Tradition der Sportwagenrennen fortzusetzen."

WEC: Phil Hanson bleibt United 2022 treu (7. September)

Phil Hanson wird auch 2022 Teil des Aufgebots von United Autosports in der Langstrecken-Weltmeisterschaft sein. Es ist auch bereits bestätigt, dass der 22-Jährige weiter in einem Auto mit Filipe Albuquerque fahren wird, der dem Team ebenfalls erhalten bleibt (siehe Eintrag 1. September).

"Phil ist mit uns aufgewachsen und es war eine Ehre zu sehen, wie er sich zum Vollprofi entwickelt hat, der er heute ist - Le-Mans-Sieger und mehrfacher Meister. Das Ziel ist simpel: Rennen gewinnen und 2022 die WEC gewinnen", sagt Teambesitzer Richard Dean. Im zweiten Fahrzeug ist bislang Josh Pierson gesetzt. Das Team von Dean und Zak Brown wird 2022 in der LMP2 zwei Oreca 07 einsetzen.

IGTC: SRO "beobachtet" Situation in Südafrika (4. September)

Das Finale der Interkontinentalen GT-Challenge (IGTC) ist momentan nicht gesichert. Die Vorbereietungen für die 9 Stunden von Kyalami am 4. Dezember liefen zwar weiter, aber es sei nichts in Stein gemeißelt, sagt SRO-Gründer Stephane Ratel. Südafrika steht momentan auf einer "roten Liste" in Großbritannien. Bei einer Rückkehr aus Südafrika müssen sich alle Menschen in Quarantäne begeben, auch wenn sie geimpft sind.

Das Rennen ist nicht nur durch die Delta-Variante des Coronavirus SARS-CoV-2 bedroht, sondern auch durch die schwersten Unruhen, die das Land seit Ende der Apartheit durchmacht. Im Juli wurden bei heftigen Ausschreitungen Geschäfte geplündert und Autos angezündet. Sogar das Militär wurde entsandt. Im August hat sich die Lage wieder beruhigt.

"Wir haben eine Firma in Südafrika, die das Rennen promotet und momentan sind alle bereit, es zu tun", sagt Ratel. "Wir haben einen Plan B, aber es ist noch zu früh, darüber etwas zu sagen. Kyalami ist eine wunderbare Strecke und verdient ein Rennen." 2020 fand das 9-Stunden-Rennen trotz der Pandemie statt.

GTWC: Leipert-Comeback im Jahr 2022 (3. September)

Leipert Motorsport startet wieder als GT3-Team durch. Das Team von Ingo und Marcel Leipert hat einen Lamborghini Huracan GT3 erworben und ist damit im Juli probeweise bei den 12 Stunden von Hockenheim im Rahmen der 24h Series gestartet. Doch damit nicht genug, die Pläne gehen deutlich weiter. Beginnend mit September gibt das Team in Sachen GT3 nun richtig Gas.

Vom 17. bis 19. September steht ein Auftritt im GTC Race auf dem Programm, wieder in Hockenheim. Nur eine Woche später wird Leipert bei der GT-Open in Monza an den Start gehen. 2022 schließlich soll ein Comeback im Endurance Cup der GT-World-Challenge (GTWC) Europe erfolgen. Damit wäre Leipert erstmals nach elf Jahren wieder in der Meisterschaft vertreten.

Leipert hatte die Saison 2011 der damaligen Blancpain-Endurance-Serie bestritten, die erste Saison der damals neuen Meisterschaft. Bis 2013 war Leipert im ADAC GT Masters aktiv, bis man sich wegen Problemen mit den Yokohama-Reifen zurückzog. Zuletzt war Leipert 2015 als GT3-Team in der 24h Series mit einem Lamborghini Gallardo FL2 aufgetreten. Danach konzentrierte sich das Team auf GT4-Einsätze und die Lamborghini Super Trofeo. Jene Lambos kommen auch in der 24h Series zum Einsatz.

24h Series: Audi R8 LMS GT3 Evo II debütiert in Barcelona (2. September)

Die zweite Evolutionsstufe des Audi R8 LMS GT3 steht vor ihrem Renndebüt. An diesem Wochenende wird sie bei den 24 Stunden von Barcelona in der 24h Series ihr erstes Rennen absolvieren. Der Bolide startet außer Konkurrenz und wird von Car Collection eingesetzt.

Als Fahrer sind Nathanael Berthon, Christer Jöns, Patric Niederhauser und Martin Lechmann gemeldet. Letzterer erfüllt das Amateurkriterium der 24h Series. Allerdings sind seine Erfahrungen auch für Audi sehr wichtig, da Amateure die Zielgruppe für den GT3-Markt sind.

United Autosports expandiert in der WEC (1. September)

Im Zuge der Nachricht, dass mit Josh Pierson im Jahr 2022 der jüngste Fahrer der Geschichte an den 24 Stunden von Le Mans teilnehmen soll, hat United Autosports auch eine Verdopplung des Engagements in der Langstrecken-Weltmeisterschaft in der LMP2-Kategorie verkündet.

So werden ab 2022 bei allen WEC-Rennen zwei Oreca 07 zum Einsatz kommen. Eines davon wird von Filipe Albuquerque gesteuert werden, der seit 2017 im Team ist (zunächst zwei Jahre ELMS). Im anderen Fahrzeug ist derzeit Pierson gemeldet. Weitere Teamkollegen stehen noch nicht fest.

"United ist das Team, für das ich in meiner ganzen Karriere am längsten gefahren bin. Ich denke, das sagt viel aus", sagt Albuquerque. Teambesitzer Richard Dean ergänzt: "Es ist verrückt, dass wir schon so lange zusammenarbeiten. Aber bei all den Erfolgen, die wir gemeinsam hatten, macht es nur Sinn, die Beziehung fortzuführen."

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