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WSBK Phillip Island FT1: Yamaha bereits beim Auftakt unter dem Rundenrekord!

Yamaha-Werkspilot Andrea Locatelli schiebt sich im ersten Training der WSBK-Saison 2024 an die Spitze - Lowes-Zwillinge in den Top 3 - Dominique Aegerter auf P9

(Motorsport-Total.com) - Yamaha-Werkspilot Andrea Locatelli hat sich die erste Trainings-Bestzeit der WSBK-Saison 2024 gesichert (zum FT1-Ergebnis). Locatelli umrundete den Phillip Island Grand Prix Circuit im ersten Freien Training am Freitagmorgen in 1:29.197 Minuten und unterbot damit den Polerekord aus dem Jahr 2020. Schwierige Bedingungen hatten zur Folge, dass die Piloten zu Beginn des FT1 viel Zeit in ihren Boxen verbrachten.

Titel-Bild zur News: Andrea Locatelli

Andrea Locatelli schob sich beim finalen Versuch an die Spitze Zoom

Pünktlich um 11:20 Uhr Ortszeit (1:20 Uhr MEZ) öffnete die Boxengasse. Einige Fahrer verschafften sich einen Überblick über die Bedingungen, kehrten auf Grund der schlechten Wetterverhältnisse aber nach einer Runde zurück an ihre Boxen. Keiner der 23 Stammfahrer notierte zu Beginn eine gezeitete Runde.

Im Vergleich zum Test am Dienstag war es deutlich kühler. Zudem setzte leichter Regen ein. BMW-Werkspilot Michael van der Mark begründet gegenüber 'WorldSBK.com' die Zurückhaltung der Fahrer: "Zum Glück hatten wir hier einen guten Test. Wir haben an diesem Wochenende nicht viele Reifen und wären ohnehin nicht viele Runden im FT1 gefahren. Es ergibt einfach keinen Sinn, bei diesen Bedingungen zu fahren."

Beim Test am Dienstag (zum Testbericht) notierte BMW-Teamkollege Toprak Razgatlioglu die Bestzeit. Der Türke umrundete den 4,445 Kilometer langen Phillip Island Grand Prix Circuit in 1:28.511 Minuten und war damit deutlich schneller als der Polerekord von Tom Sykes (BMW) aus der Saison 2020 (1:29.230 Minuten).

Adam Norrodin (MIE-Honda) fuhr nach der Hälfte der Trainingszeit auf die Strecke. Norrodin hatte vorne einen Regenreifen montiert. Für seine erste gezeitete Runde benötigte der MIE-Honda-Pilot 1:57.642 Minuten. Wenig später verließ auch Teamkollege Tarran Mackenzie die Boxengasse, kam aber nach einer Besichtigungsrunde wieder an die Box.

Philipp Öttl zwischenzeitlich an der Spitze der Wertung

Eine Viertelstunde vor dem Ablaufen der Trainingszeit fuhr Philipp Öttl (GMT94-Yamaha) auf die Strecke. Wenig später verließ auch Andrea Iannone (GoEleven-Ducati) die Boxengasse. In den Boxen wurde es hektischer. Die Teams bereiteten die Motorräder vor.

Philipp Öttl bestätigte mit seiner ersten fliegenden Runde, dass sich die Bedingungen deutlich verbessert haben. Die Uhr blieb bei 1:31.992 Minuten stehen. Damit schob sich der Deutsche an die Spitze der Wertung. Andrea Iannone ging es deutlich ruhiger an und benötigte 1:47.824 Minuten für seine erste gezeitete Runde.

Philipp Öttl

Philipp Öttl eröffnete die Schlussoffensive und lag zwischenzeitlich vorn Zoom

Spannender Schlagabtausch in den finalen zehn Minuten

Zehn Minuten vor dem Ende des FT1 fuhren eine Reihe von Fahrern auf die Strecke. Auch Weltmeister Alvaro Bautista (Ducati) nahm die Arbeit auf, reihte sich nach seiner ersten Runde aber hinter Philipp Öttl ein.

In den finalen sechs Minuten änderte sich die Reihenfolge beinahe sekündlich. Michael Rinaldi (Motocorsa-Ducati) fuhr als erster Fahrer unter 1:31 Minuten und übernahm die Spitze. Wenig später zog Ex-Teamkollege Alvaro Bautista vorbei und übernahm mit einer 1:30.553er-Runde die Führung.

Alvaro Bautista

Alvaro Bautista behauptete sich zwischenzeitlich auf der ersten Position Zoom

Lokalmatador Remy Gardner (GRT-Yamaha) gelang die erste 1:29er-Runde der Session. Drei Minuten vor dem Ende des FT1 übernahm der Australier die Führung. Alex Lowes verbesserte die Bestzeit auf 1:29.347 Minuten und fuhr damit bereits schneller als Toprak Razgatlioglu im Vorjahr bei seiner Polerunde. Sam Lowes (Marc-VDS-Ducati) schob sich zwischenzeitlich auf die zweite Position. Damit führten die Lowes-Brüder die Wertung an.


Fotos: WSBK 2024: Saisonauftakt auf Phillip Island (Australien)


Yamaha, Kawasaki und Ducati in den Top 3

Schlussendlich setzte sich Andrea Locatelli (Yamaha) durch. Der Italiener benötigte für seine schnellste Runde 1:29.197 Minuten. Damit war Locatelli gut zwei Zehntelsekunden schneller als Ex-Teamkollege Razgatlioglu im Vorjahr bei seiner Polerunde. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Grip aber deutlich verbessert und ermöglicht bessere Rundenzeiten.

Alex Lowes beendete das FT1 mit 0,106 Sekunden Rückstand auf der zweiten Position. Bruder Sam Lowes reihte sich auf der dritten Position ein, hatte aber bereits 0,520 Sekunden Rückstand. Remy Gardner wurde auf der vierten Position gewertet.

Dahinter folgten vier Ducatis. Andrea Iannone wurde Fünfter, dahinter folgten seine Markenkollegen Michael Rinaldi, Nicolo Bulega und Alvaro Bautista. Auf der neunten Position wurde Dominique Aegerter (GRT-Yamaha) gewertet. Toprak Razgatlioglu (BMW) vervollständigte die Top 10.

Sam Lowes

Sam Lowes reihte sich direkt hinter Bruder Alex auf P3 ein Zoom

Philipp Öttl sammelt im FT1 die meisten Erfahrungen

Rekord-Weltmeister Jonathan Rea (Yamaha) reihte sich hinter Danilo Petrucci (Barni-Ducati) auf der zwölften Position ein. Philipp Öttl wurde bis auf P13 durchgereicht und lag 1,555 Sekunden zurück. Mit elf Runden war Öttl der Fahrer, der im FT1 die meisten Erfahrungen sammelte.

Michael van der Mark (BMW) beendete das erste Training der neuen Saison auf P14 vor BMW-Markenkollege Scott Redding. Xavi Vierge war als 16. bester Honda-Pilot. Teamkollege Iker Lecuona fuhr sechs Runden und reihte sich auf der 20. Position ein. Lecuona war beim Test gestürzt und zog sich eine Schulterverletzung zu. Eine weitere Untersuchung soll klären, ob der Spanier das Wochenende fortsetzen kann.

Das zweite Freie Training der Superbike-WM auf Phillip Island wird um 6:00 Uhr (MEZ) gestartet (zur TV-Übersicht).

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