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  • 20.02.2013 15:32

Die wichtigsten Regeländerungen im Überblick

2013 gibt es in der Superbike-WM entscheidende Änderungen: 17-Zoll-Reifen, nur noch drei Fahrer pro Startreihe und Boxenstopps mit Reifenwechseln im Rennen

(Motorsport-Total.com) - Die Superbike-Weltmeisterschaft startet am kommenden Wochenende in Australien (Phillip Island) in die neue Saison. Für 2013 wurde das Reglement in einigen Bereichen überarbeitet. So wurde die Radgröße von 16,5 auf 17 Zoll vergrößert. Die einzelnen Startreihen bestehen nun aus drei und nicht mehr aus vier Motorrädern. Rennen werden nicht mehr aufgrund veränderter Wetterbedingungen abgebrochen, sondern die Piloten müssen während des laufenden Rennens die Box ansteuern, falls sie Reifen wechseln möchten.

Chaz Davies

Speziell bei wechselhaftem Wetter müssen sich die Fahrer auf Boxenstopps einstellen Zoom

Dazu wurden spezielle Regeln für Boxenstopps eingeführt. Um die Sicherheit bei schlechter Sicht zu erhöhen, müssen die Superbikes nun mit roten Rücklichtern ausgestattet sein. Vorn müssen an der Verkleidung Plastik- oder Metallfolien angebracht werden, die in Form und Position dem Frontscheinwerfer des Serienbikes entsprechen. Dies impliziert noch mehr Seriennähe.

Seit 2003 ist Pirelli der alleinige Reifenlieferant für die Superbike-Weltmeisterschaft. Zur Saison 2013 wurde die Radgröße geändert: Der Durchmesser von Vorder- und Hinterrad beträgt nun 17 Zoll, die Vorderradfelgen haben eine Breite von 3,5 Zoll, die Hinterradfelgen von sechs Zoll. Pro Veranstaltung und Fahrer dürfen für die Trainings- und Qualifikations-Sessions maximal 13 Hinter- und neun Vorderreifen eingesetzt werden. Diese Gesamtzahlen schließen Trockenreifen, Intermediates und Regenreifen ein. Piloten, die sich für die Superpole qualifiziert haben, haben einen zusätzlichen Vorderreifen zur Verfügung. Während der Rennen ist die Anzahl der Reifen nicht limitiert.

Reifenwechsel im Rennen

Plötzlicher Regen während eines Rennens kann zu gefährlichen Situationen führen. Nach einer Regeländerung werden Rennen ab der Saison 2013 allerdings nicht mehr aus witterungsbedingten Gründen unterbrochen. Eine Ausnahme bilden "außergewöhnliche Ereignisse". Fahrer, die Reifen wechseln oder Einstellungsänderungen vornehmen möchten - beispielsweise, weil sich die Streckenbedingungen wegen einsetzenden Regens geändert haben -, müssen dazu während des laufenden Rennens die Box ansteuern. Im Zuge dessen wurde ein neuer Artikel zu Boxenstopps im Reglement aufgenommen.

Boxenstopps

Fahrer können während des Rennens in die Box kommen, doch diese Boxenstopps sind genau geregelt. Das Nachtanken ist streng verboten, und jeder Verstoß wird mit Disqualifikation bestraft. Fahrer, die in der Boxengasse Reifen wechseln oder Einstellungsänderungen vornehmen möchten, müssen vor ihrer Garage anhalten, den Motor ausschalten und von ihrem Bike absteigen.

Während eines Boxenstopps dürfen nur drei Mechaniker, die durch ein offizielles Armband klar identifiziert werden, das Motorrad berühren oder daran arbeiten. Diese drei Mechaniker dürfen in der Boxengasse keine Hilfe von außen in Anspruch nehmen, zum Beispiel das Heranreichen von Werkzeug aus der Garage. Der Fahrer kann ihnen jedoch helfen, falls er das möchte. Ein Marschall beobachtet den Boxenstopp und meldet jeden Verstoß gegen diese Vorgaben.

Verstöße werden von der Rennleitung mit einer Durchfahrtstrafe geahndet. Der Einsatz von elektrisch oder pneumatisch betriebenen Werkzeugen ist erlaubt, jedoch dürfen nur zwei zur gleichen Zeit benutzt werden. Ständer oder Hebevorrichtungen müssen manuell betrieben werden. Externe Starter und/oder Starthilfebatterien dürfen benutzt werden, um das Motorrad neu zu starten.

Anpassung der unterschiedlichen Motorkonzepte

In der Superbike-WM dürfen seriennahe Viertakt-Motorräder mit vier, drei oder zwei Zylindern an den Start gehen. Für Drei- und Vierzylinder gilt eine Hubraumbegrenzung von 1.000 Kubikzentimetern, Maschinen mit Zweizylinder-Motor haben ein Hubraumlimit von 1.200 Kubikzentimetern. Ab 2013 gilt für alle Motorräder einheitlich ein Mindestgewicht von 165 Kilogramm. Bei Zweizylinder-Motorrädern sind die Triebwerke zudem mit einem Luftmengenbegrenzer versehen, dessen Durchlass-Durchmesser zu Saisonbeginn 50 Millimeter beträgt.

Um die Chancengleichheit zwischen den Motorkonzepten zu wahren, gibt es ein System zur Leistungsangleichung. Während der laufenden Saison werden mittels einer komplexen Formel die bisherigen durchschnittlichen Rennergebnisse der einzelnen Motorkonzepte ermittelt. Sollten die Zweizylinder-Motorräder überlegen sein, kann ihr Mindestgewicht in Drei-Kilogramm-Schritten bis auf maximal 171 Kilogramm erhöht werden.

Sollte sich diese Maßnahme als nicht ausreichend erweisen, kann der Durchlass-Durchmesser des Luftmengenbegrenzers in Zwei-Millimeter-Schritten verkleinert werden. Sollten die Zweizylinder-Motorräder der Konkurrenz mit vier Zylindern unterlegen sein, bleibt ihr Gewicht bei 165 Kilogramm, und der Durchlass-Durchmesser wird schrittweise vergrößert. Im letzten Schritt kann der Luftmengenbegrenzer entfernt werden.

Startaufstellung

Ab 2013 gibt es generell drei Startplätze pro Reihe. Die Startaufstellung für die beiden Rennen wird in mehreren Qualifyings ermittelt. Am Freitag und am Samstag stehen zunächst zwei jeweils 45-minütige Qualifikationstrainings auf dem Programm. Die 15 schnellsten Piloten aus diesen Qualifikationstrainings nehmen am Samstagnachmittag an der Superpole teil. Die übrigen Fahrer teilen sich ihrem Ergebnis entsprechend die hinteren Startreihen.Für die Superpole selbst gibt es zwei Modi - je nachdem, ob die Strecke trocken oder nass ist.

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